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Leonce und Lena

Lustspiel von Georg Büchner

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„Warum schlägt man einen Nagel durch zwei Hände, die sich nicht suchten?“ Zwei Königskinder, Prinz Leonce aus dem Reiche Popo und Prinzessin Lena von Pipi, fliehen vor einer standesgemäß arrangierten Ehe, weil sie der Langeweile entkommen und ihr Leben selbst bestimmen wollen. Und sie landen – zufällig oder schicksalhaft – doch in den Armen der oder des Anderen. Können sie den ihnen zugewiesenen gesellschaftlichen Rollen überhaupt entkommen?

In Georg Büchners schein-romantischem Lustspiel „Leonce und Lena“ treffen Weltschmerz auf Sprachwitz, Märchen auf Melancholie und Poesie auf Pop(o). Hinter der Maske der Komödie zeichnet der gescheiterte und ernüchterte Revolutionär Büchner mit satirischer Feder eine Gesellschaft ohne Fortschritt, Perspektive oder Utopie, in der aus Überdruss Sandkörner gezählt oder Steine bespuckt werden, während die Herrschenden ihre politischen Aufgaben und Untertanen schlicht vergessen. Da hilft auch ein Erinnerungs-Knopf im Schnupftuch nichts! Am Ende verspricht Leonce: „Wir lassen alle Uhren zerschlagen, alle Kalender verbieten und zählen Stunden und Monden nur nach der Blumenuhr, nur nach Blüte und Frucht.“ Wird es die junge Generation zum Besseren richten?

Pressestimmen

Regisseur Tom-Henry Löwenstrom setzt in Georg Büchners „Leonce und Lena“ auf Liebe, Gesellschaftskritik und starke Bilder. In Georg Büchners (…) „Leonce und Lena“ lassen sich viele Themen finden, die auch 200 Jahre später aktuell sind. Die entlarvende Kritik an den unermesslich arroganten und gleichzeitig unglaublich dummen Herrschenden, das Aufbegehren der jungen Generation gegen die Älteren, das Suchen nach der eigenen Persönlichkeit und einer eigenen Position in einer fremdbestimmten Welt und nach Wegen aus dem Käfig der Erziehung und der gesellschaftlichen Konventionen. (…) Löwenstrom erhielt für seine Inszenierung kräftigen Beifall und vereinzelte Bravorufe. 
Uta Volz, Pforzheimer Zeitung

Neonlicht statt Märchenhof. Bass und technoide Beats treiben den Abend an, Stroboskoplicht und Nebel geben ihm die Energie eines Clubs. (…) Wenn der Sound bei Leonces und Lenas Begegnung zurücktritt, werden ihre Unsicherheit und Verletzlichkeit umso deutlicher. 
Maja Beverungen, Pforzheimer Kurier
 

Weitere Infos

Besetzung

König Peter vom Reiche Popo Markus Löchner
Prinz Leonce, sein Sohn Henning Grimpe
Prinzessin Lena vom Reiche Pipi Leonie Jacobs
Valerio Bernhard Meindl
Die Gouvernante Michaela Fent
Rosetta / Diener Tabea Mewis
Der Präsident Andreas C. Meyer
Der Hofmeister Max Ranft
Der Zeremonienmeister Lukas Coleselli

Inszenierung Tom-Henry Löwenstrom
Ausstattung Esther Bätschmann
Musik Till Meiler und Leonie Loredana Requardt

Lichtdesign Michael Borowski
Dramaturgie Andreas Frane
Theaterpädagogik Meike Anna Stock