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Veranstaltungen

Schwarze Schwäne

Schauspiel von Christina Kettering

„Ich habe ein Geschenk für dich“, sagt die ältere Schwester zu der ­Jüngeren. Das Geschenk entpuppt sich als – eine Rosie des Typ 3. Und es scheint so, als ob der humanoide Pflegeroboter eine in jeder Hinsicht fantastische Lösung für die ebenso verfahrene wie ganz alltäg­liche Situation ist, in der sich die Frauen befinden: Denn als die Mutter der beiden sich nicht mehr alleine versorgen kann, stehen sie plötzlich vor einem Problem. Ein Heim kommt für die Jüngere nicht in Frage, aber die Pflege zu Hause führt sehr schnell zu Überforderung und ­Konflikten. Wie gut, dass es jetzt Rosie, den Roboter, gibt. Oder?

„Schwarze Schwäne“ stellt kluge Fragen nach den ethischen und moralischen Grundlagen unserer Entscheidungen und unseres Verhältnisses zu Technologie und Wissenschaft. Hilft uns die Künstliche Intelligenz oder ist sie eines Tages in der Lage, uns zu beherrschen? Der Drama­tikerin Christina Kettering geht es aber auch um zwischenmenschliche Verantwortung, unvereinbare Lebensentwürfe und das Rollenverständnis von Frauen und Töchtern. „Schwarze Schwäne“ wurde 2019 beim ersten Dramenwettbewerb „Science & Theatre“ in Heilbronn preis­gekrönt und wird seitdem international gespielt. Am Theater Pforzheim setzt das spannungsreiche Stück die Reihe zu neuen Technologien im Podium fort. 

Aufführungsdauer: 1 Stunde 35 Minuten, keine Pause

Pressestimmen

Das Stück „Schwarze Schwäne“ von Christina Kettering, das am Donnerstag im Theater Pforzheim seine ausverkaufte Premiere feierte, verhandelt eine universelle Frage: Welche Verantwortung tragen Kinder für ihre Eltern im Alter? Darin liegt die Relevanz dieses Abends mit augenfälligen Parallelen zur Argumentation aus dem Buch „Warum wir unseren Eltern nichts schulden“ von Barbara Bleisch. Dem Theater gelingt es, diesen Diskurs dramatisch raffiniert, kurzweilig und witzig auf die Bühne zu bringen. 
Pforzheimer Kurier

Die Bühne (…) überlässt durch ihren Minimalismus der inneren Handlung viel Raum. Umso stärker wirkt dann das Schlussbild, bei dem sich die beweglichen Teile schließlich öffnen und dem Publikum ein riesiger Spiegel vorgehalten wird. So, als wolle dieser sagen: Freue Dich nicht zu früh. Alls dies kann auch Dir widerfahren. „Schwarze Schwäne“ ist ein starkes, gleichwohl anspruchsvolles Kammerspiel mit zwei exzellenten Charakterschauspielerinnen Nika Wanderer (Ältere) und Anne-Kathrin Hönes (Jüngere). Fazit: Unbedingt anschauen.
Pforzheimer Zeitung

 

Weitere Infos

Besetzung

Ältere NIKA WANDERER
Jüngere ANNE-KATHRIN HÖNES

Inszenierung Lisa Wildmann
Ausstattung Klaus-Peter Platten
Dramaturgie Andreas Frane