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Veranstaltungen

IN DER HEIMAT ZU GAST

Ausstellung im A.K.T;

Migration und Identität gehören zu den zentralen Themen der gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Diskurse. Nicht selten sind sie geprägt von Unsachlichkeit und Polemik, statt gesellschaftsverbindender Diskussionen stehen politische Interessen im Vordergrund.

Wir leben in einer post-migrantischen Zeit. Als Einwanderungsland wurde Deutschland in den letzten 70 Jahren durch Menschen geprägt, die aus verschiedenen Kulturkreisen immigrierten. Ihre Kinder wurden hier sozialisiert und sind ein selbstverständlicher und partizipativer Teil der Gesellschaft. Dennoch wird ihre Identität und Zugehörigkeit permanent hinterfragt. Obwohl sie in Deutschland zu Hause sind, werden sie an ihrer Migrationsgeschichte gemessen, erfahren Diskriminierung und werden sowohl in der eigenen, als auch in der Heimat ihrer Eltern als „anders“ wahrgenommen. Ihre Identität wird von außen zugeschrieben und ihre Zugehörigkeit von mehr als einer Seite infrage gestellt, ihre Heimat ist ein liminaler Raum.

Die interdisziplinäre Ausstellung IN DER HEIMAT ZU GAST zeigt Positionen von Kulturschaffenden, die Deutschland als ihre Heimat verstehen und ein partizipativer Teil der Gesellschaft sind. Sie leisten Wesentliches für die Kulturlandschaft und somit für die demokratische Emanzipation. Sie vermitteln die Erkenntnis, dass migrantische Kultur ein wesentliches Gestaltungselement unserer Kulturgeschichte ist.