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Ausstellung

Die Partei hat immer Recht - Die SED im Alltag der DDR

Im April 1946 schlossen sich in der sowjetischen Besatzungszone die Parteien Ost-SPD und KPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) zusammen. Der Zusammenschluss war jedoch eine Zwangsvereinigung: Die sowjetische Besatzungsmacht hatte zuvor massiven Druck auf die SPD ausgeübt, um deren Zustimmung zu erzwingen. Ganz nach den Vorstellungen der Sowjetunion entstand mit der SED eine Partei mit totalitärem Führungsanspruch, die Staat und Gesellschaft der DDR bis zu deren Zusammenbruch im Herbst 1989 beherrschen sollte.

Anlässlich des 80. Jahrestages der Zwangsvereinigung von SPD und KPD im April 1946 zeigt das DDR–Museum Pforzheim die neue Ausstellung der Bundesstiftung für Aufarbeitung der SED-Diktatur „Die Partei hat immer recht. Die SED im Alltag der DDR“.

Die Ausstellung zeigt, wie tief die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands in das Leben der Menschen eingriff. Die Schau verdeutlicht, dass die SED weit mehr war als eine politische Organisation: Sie bestimmte Politik, Wirtschaft und Justiz ebenso wie den privaten Alltag.

Im Mittelpunkt stehen die Mechanismen ihrer Herrschaft – ideologische Schulung, Kontrolle, Repression und das ständige Einfordern von Loyalität. Die Ausstellung macht sichtbar, wie die Partei ihr Machtmonopol mit Hilfe von Polizei, Justiz und Staatssicherheit absicherte und zugleich ein System sozialer Abhängigkeiten und Gewöhnung schuf. Zugleich thematisiert sie die Widersprüche des Lebens in der Diktatur zwischen Überzeugung und Anpassung, Idealismus und Opportunismus.

Die Ausstellung ist vom 01. März bis zum 03. Mai 2026 im DDR-Museum Pforzheim zu den regulären Öffnungszeiten zu sehen.