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Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Vortrag über Adolf Rosenberger: Ein Pforzheimer Rennfahrer und Porsche-Mitgründer

Adolf Rosenberger (1900–1967).
Aolf Rosenberger
© Adolf Rosenberger gGmbHFoto: Adolf Rosenberger gGmbH

In einem Vortrag im Stadtarchiv zeichnet der Bonner Geschichtsprofessor Joachim Scholtyseck das Leben des Pforzheimer Rennfahrers und Porsche-Mitgründers Adolf Rosenberger nach. Oberbürgermeister Peter Boch wird ein Grußwort sprechen. Der Vortrag findet am Montag, 26. Januar 2026, um 19 Uhr im Veranstaltungsraum des Stadtarchivs Pforzheim, (Kronprinzenstraße 24 a, 75177 Pforzheim, nicht barrierefrei), sowie als digitales Meeting statt. Eine Anmeldung ist per E-Mail an archiv(at)pforzheim.de oder telefonisch unter 07231 39-2899 erforderlich. Die Veranstaltung findet anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und im Rahmen der Reihe „Montagabend im Archiv“ statt.

Adolf Rosenberger

Bis in die frühen 1930er-Jahre genoss der Pforzheimer Adolf Rosenberger das mondäne Leben eines erfolgreichen Rennfahrers. Nach seiner Sportkarriere schaffte er den Sprung zum Geschäftsmann und wurde Mitgründer, Geschäftsführer und Teilhaber des Konstruktionsbüros von Ferdinand Porsche, das 1930 beinahe in Pforzheim seinen Sitz gefunden hätte. Doch ab 1933 wurden Rosenberger und seine Familie als Juden zunehmend aus der Pforzheimer Gesellschaft herausgedrängt. 1935 verlor er seine Teilhaberschaft und war für einige Zeit im KZ inhaftiert. Nach seiner Emigration im Jahr 1938 musste er sich in den USA eine neue Existenz aufbauen.

Professor Dr. Joachim Scholtyseck

Von 2001 bis 2024 hatte Professor Dr. Joachim Scholtyseck den Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Bonn inne. Im Herbst 2025 erschien seine Studie „Adolf Rosenberger. Rennfahrer, Porsche-Mitgründer, Selfmademan. Eine Enttäuschungsgeschichte“.