Zum Inhalt springen
  • Bewölkt: 85-100% 2 °C
  • Kontrast
  • Leichte Sprache

Startschuss für den neuen Quartierspark in der Oststadt

„Alter Friedhof | Ehemalige Stadtgärtnerei“

© Stadt PforzheimFoto: Christian Schweizer

Mit dem Spatenstich auf dem Gelände des „Alten Friedhofs | Ehemalige Stadtgärtnerei“ wurde der Startschuss für den Umbau zum neuen Quartierspark in der Oststadt gegeben. „Es freut mich sehr, dass wir heute doch noch hier stehen und diesen Spatenstich feiern dürfen. Aber wie sagt man so schön, alle guten Dinge sind drei. Denn im Zuge der dritten Tranche des Bundes-Förderprogramms „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel – Klima- und Transformationsfonds“ konnte unsere Projektskizze überzeugen“, so Oberbürgermeister Peter Boch. „An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich auch im Namen meines Kollegen Tobias Volle herzlich bei unseren Bundestagsabgeordneten zu bedanken, die sich einmal mehr für Pforzheim eingesetzt haben.“ Auch Baubürgermeister Tobias Volle freut sich: „Der lange Atem hat sich gelohnt. Der neue Park wurde unter den Gesichtspunkten Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu einem modernen und zukunftsfähigen Projekt entwickelt. Auf das Ergebnis dürfen sich die Bürgerinnen und Bürger, aber auch ich mich ganz persönlich, sehr freuen.“ Benannt wird das umgestaltete Areal nach der Fertigstellung nach dem ehemaligen Bürgermeister Siegbert Frank in „Siegbert Frank Park“. Damit wird auch dem Wunsch aus den Reihen des Gemeinderats entsprochen, den ehemaligen Ersten Bürgermeister der Stadt Pforzheim gebührend zu würdigen. 

Durchgeführt wird das Projekt gemeinsam mit dem Planungsbüro Planstatt Senner, das neben diesem Vorhaben auch den Bewerbungsprozess zur Landesgartenschau in Pforzheim begleitet. Auf 24.000 Quadratmetern Fläche soll mit dem neugestalteten Park in der Oststadt ein Ort der Begegnung entstehen, der ein gelungenes Beispiel für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Umgestaltung darstellt. „Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt, die sich in zahlreichen Beteiligungsformaten mit Wünschen und Vorschlägen einbringen konnten, haben wir mit den finalen Entwürfen ein nachhaltiges und gleichzeitig inklusives und sozial orientiertes Projekt in die Umsetzung gebracht“, so Boch. „Dabei bilden die alten Friedhofsmauern sowie Grab- und Denkmäler aus kultureller Sicht ein besonderes Highlight. Dieser Umstand zeigt einmal mehr, dass Historie und zukunftsorientierte, klimafreundliche Gestaltung hervorragend in Einklang gebracht werden können. So bleibt eine bedeutende innerstädtische Grünfläche erhalten, die Aufenthaltsqualität und Erinnerungskultur vereint“, ergänzt Tobias Volle. 

 

Historie

Nachdem die ersten beiden Bewerbungen für Fördermittel im Rahmen des Bundesförderprogramms „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel – Klima- und Transformationsfonds“ in 2020 sowie eine weitere Bewerbung im Jahr 2021 jeweils eine Absage erhielten, führte der dritte Versuch im Oktober 2022 zum Erfolg. Pforzheim wurde schließlich als Projektkommune ausgewählt und erhielt die Zusage für eine Fördersumme in Höhe von bis zu 3.655.000 Euro. Der Gemeinderat, der bereits im Jahr 2017 grundsätzlich grünes Licht für einen Umbau des Geländes gegeben hatte, beschloss das Projekt schließlich final im Jahr 2023. Daraufhin folgte zum einen die Änderung des Bebauungsplans sowie eine europaweite Ausschreibung, die das Planungsbüro Planstatt Senner für sich entscheiden konnte. 

Nach der Einholung notwendiger Fachgutachten sowie verschiedener umweltrechtlicher und denkmalschutzrechtlicher Beurteilungen wurde im Dezember 2024 schließlich der Baubeschluss im Gemeinderat gefasst. Der Zuschlag an die Fachfirma erfolgte noch im November 2025.