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Schiller-Gymnasium Pforzheim als erste „Fairtrade School“ der Stadt ausgezeichnet

Engagement für fairen Handel, Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstes Handeln

Katharina Meyer, Geschäftsführerin des Schiller-Gymnasiums, Bürgermeister Tobias Volle und Schulleiter Maximilian Weigl.
© Stadt PforzheimFoto: Luisa Demmerle

Das Schiller-Gymnasium ist als erste Schule in Pforzheim mit dem Titel „Fairtrade School“ ausgezeichnet worden. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung wurde das vielfältige Engagement der Schulgemeinschaft für fairen Handel, Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstes Handeln gewürdigt. 

Zunächst hieß Katharina Meyer, Geschäftsführerin des Schiller-Gymnasiums, die Gäste bei der Verleihung willkommen und unterstrich die Bedeutung der Auszeichnung für die Schule: „Mit unserer engagierten Projektgruppe haben wir es im vergangenen Jahr geschafft, die Kriterien für die Auszeichnung zu erfüllen. Mein Dank gilt daher unseren Schülerinnen und Schülern, den Lehrkräften, beteiligten Eltern und unserem Küchenteam, die sich hier besonders engagiert haben.“

Anschließend würdigte auch Umweltbürgermeister Tobias Volle das Engagement des Gymnasiums: „Pforzheim ist bereits seit 2019 Fairtrade-Stadt. Mit dem Schiller-Gymnasium trägt nun erstmals auch eine Schule der Stadt die Auszeichnung ‚Fairtrade School‘ und setzt damit ein weiteres Zeichen für mehr Fairness und Nachhaltigkeit im schulischen Alltag.“ Er betonte außerdem, wie wichtig es ist, junge Menschen frühzeitig für globale Zusammenhänge, faire Produktionsbedingungen und einen verantwortungsvollen Konsum zu sensibilisieren.

Auch Schulleiter Maximilian Weigl würdigte insbesondere die Bereitschaft aller Engagierten, Verantwortung zu übernehmen und damit auch anderen Menschen, weit weg von der eigenen Lebensrealität, ein besseres Leben zu ermöglichen: „Als allgemeinbildende Schule arbeiten wir darauf hin, unsere Schülerinnen und Schüler mit der notwendigen Reife auszustatten, um Teil einer sozialen Gesellschaft zu werden. Reife bedeutet dabei auch: achtsam zu sein und Verantwortung zu übernehmen für andere. Das Fairtrade-Projekt bietet aus meiner Sicht eine gute Möglichkeit, unseren Blick genau dafür zu schärfen.“

Zu den Anstrengungen auf dem Weg zur Auszeichnung gehörte unter anderem der Verkauf von fair gehandelten Produkten an der Schule. Mit Fairtrade-Bananen und -Honig in der Mensa wählte die Schule Produkte aus, bei denen faire Handelsbedingungen unmittelbar im Alltag der Schülerinnen und Schüler erfahrbar werden. Besonders intensiv setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Themen wie Nachhaltigkeit auseinander. Einen genauen Einblick erhielten für die fünften Klassen beim Besuch des Weltladens in Pforzheim. Dort erfuhren die Schülerinnen und Schüler, was fairer Handel konkret bedeutet und welche Rolle gerechte Preise und Arbeitsbedingungen für Produzentinnen und Produzenten spielen. 

Ein weiterer zentraler Bestandteil des Engagements ist die Verankerung des Themas Fairtrade im Unterricht. Die Klassen acht, neun und zwölf widmeten sich dem Thema anhand eines Produkts, das aus dem Alltag junger Menschen kaum wegzudenken ist: dem Smartphone. Sie beschäftigten sich mit dem Innenleben der Handys, den verwendeten Rohstoffen sowie den sozialen und ökologischen Bedingungen ihrer Herstellung. Ergänzend dazu wurde eine Handy-Sammelaktion durchgeführt, um für einen bewussteren Umgang mit elektronischen Geräten und deren Ressourcen zu sensibilisieren.

Damit das Thema fairer Handel nicht nur im Rahmen einzelner Aktionen behandelt wird, sondern langfristig in den schulischen Alltag integriert ist, sind bereits neue Ideen entstanden. Diese wurden nun von der Schülerschaft vorgestellt. Dazu gehören die Erweiterung des Sortiments fair gehandelter Produkte in der Schulmensa, die Übernahme einer Patenschaft für ein Stück Regenwald und die Umstellung der Arbeitskleidung in der Küche auf Fairtrade-Produkte.

Die Auszeichnung als „Fairtrade School“ steht damit für das Engagement der gesamten Schulgemeinschaft. Schülerinnen und Schüler lernen, globale Zusammenhänge zu verstehen, kritisch zu konsumieren und selbst Verantwortung zu übernehmen. Als erste „Fairtrade School“ Pforzheims zeigt das Schiller-Gymnasium, dass nachhaltiges und faires Handeln bereits im schulischen Alltag konkret umgesetzt werden kann. „Die Auszeichnung ist zugleich Anerkennung für das bisherige Engagement und Ansporn, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Fairtrade soll am Schiller-Gymnasium nicht nur ein Titel sein, sondern ein Thema, das im Unterricht, im Schulalltag und im Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler verankert ist“, so Meyer abschließend.