Mit einer aufmerksamkeitsstarken Kampagne der Initiative „Mülltrennung wirkt“ unterstützen die dualen Systeme gemeinschaftlich die Aufklärungsarbeit in Pforzheim zum Thema Verpackungsabfall. „Die Kampagne vermittelt den Bürgerinnen und Bürgern mit spielerischen alltagsnahen Botschaften, wie der Verpackungsmüll korrekt getrennt wird“, so der Amtsleiter der Technischen Dienste der Stadt Pforzheim Jürgen Förschler, zu denen auch die Abteilung Abfallwirtschaft gehört. Die Botschaften werden derzeit auf Großflächenplakaten im Stadtgebiet Pforzheim ausgestellt.
Grundsätzlich werden Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton in Pforzheim im Altpapier in der blauen Tonne oder als Bündelsammlung zur Leerung bereitgestellt. Leere und pfandfreie Einweg-Glasverpackungen nach den Farben Weiß, Grün und Braun sortiert in den Glascontainern, die im gesamten Stadtgebiet zu finden sind. Alle sonstigen leeren Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind, gehören in die Gelbe Tonne. Das sind zum Beispiel gebrauchte und restentleerte Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech oder Verbundmaterialien wie Getränkekartons, Joghurtbecher, Senftuben oder leere Shampooflaschen. „Da sieht man mal, dass Verpackungsmüll nicht gleich Verpackungsmüll ist, sondern auch hier eine korrekte und saubere Trennung wichtig für die spätere Weiterverarbeitung ist“, so auch Tanja Leicht, Sachgebietsleiterin der Abfallwirtschaft Pforzheim. „Und genau das soll die Kampagne ‚Mülltrennung wirkt‘ vermitteln. Hilfreiche Tipps und Tricks, damit die Pforzheimerinnen und Pforzheimer direkt wissen, was in welche Tonne gehört.“
Tipps und Tricks:
1. „Verpackungen restentleert entsorgen“
Verpackungen, die in der Gelbe Tonne entsorgt werden, sollten restentleert („löffelrein“) sein. Reste von Lebensmitteln erschweren ihre Sortierung erheblich und können das Recycling von Verpackungen verhindern. Zusätzliches Ausspülen ist nicht nötig, denn alle Materialien werden im Laufe des Recyclingprozesses nochmals gereinigt.
2. „Deckel & Co. ab – verschiedene Verpackungsbestandteile voneinander trennen“
Deckel, etwa von Joghurtbechern oder Senftuben, gehören getrennt von der Verpackung in die Gelbe Tonne. Sie sind oft aus anderem Material, zum Beispiel Aluminium, und können getrennt besser von der Sortieranlage erfasst werden. Das gilt auch für Verschluss- und Sichtfolien oder Kunststoffummantelungen von Verpackungen – sofern eine Ablösung hier möglich ist. Hintergrund ist, dass bei vielen Kunststoffverpackungen, zum Beispiel für Scheibenkäse, die Verschluss- oder Sichtfolien aus anderen Kunststoffen als die Schale bestehen – ebenso wie die Kunststoffummantelung beispielsweise einer Weichspülerflasche.
Warum? Moderne Sortieranlagen sortieren Leichtverpackungen sowohl nach Material- als auch nach Kunststoffart. Werden die einzelnen Bestandteile einer Verpackung getrennt voneinander, erleichtert das den Sortierprozess erheblich und aus den sortenreinen Kunststoffen können dann hochwertige neue Produkte entstehen. Verpackungsbestandteile aus Papier, zum Beispiel die Pappbanderole eines Joghurtbechers, gehören dabei ins Altpapier.
3. „Verpackungen nicht stapeln“
Mehrere Verpackungen vor der Entsorgung ineinanderzuschieben, spart zwar Platz, erschwert aber die Arbeit von Sortieranlagen. Besser ist es, die Joghurtbecher und andere Verpackungen nicht zu stapeln und beispielsweise Getränkekartons & Co. flachzudrücken.
Wofür eigentlich Müll trennen?
Lediglich der Inhalt der Restmülltonne wird nahezu vollständig verbrannt. Geraten also Verpackungen aus Kunststoff, Glas, Metall, Papier oder Pappe in die Restmülltonne, gehen die darin enthaltenen wertvollen Ressourcen verloren und „verschmutzen“ den Inhalt. Werden Verpackungen hingegen korrekt entsorgt, können sie recycelt werden und aus ihnen können dann neue Kunststoff-, Metall-, Glas- oder Papierprodukte hergestellt werden. Das spart eine Menge Rohstoffe und ist obendrein klimafreundlich.