Im Rahmen des regelmäßig stattfindenden Schüleraustauschs hat Oberbürgermeister Peter Boch Jugendliche aus Pforzheims Partnerstadt Gernika und der Carlo Schmid Schule gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern im Neuen Rathaus empfangen. Unter den Gästen befanden sich auch die Schülerinnen und Schüler, die im vergangenen November den Besuch des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in Gernika miterlebt hatten. Gerne erinnerten sie sich mit Oberbürgermeister Boch an das Erlebnis, das eine besondere Würdigung der Städtepartnerschaft und des damit verbundenen Austauschs darstellte.
Boch freute sich über den Besuch der Schülerinnen und Schülern aus Gernika und Pforzheim: „Der bestehende Austausch ist eine Brücke zwischen unseren Städten, getragen von Freundschaft, gegenseitigem Respekt und gemeinsamen Erlebnissen. Es ist schön, dass diese Verbindung schon so lange besteht und gepflegt wird.“ Zum Abschluss des Empfangs hatten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, sich in das Pforzheimer Gästebuch einzutragen.
Während ihres Aufenthalts haben die baskischen Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre Austauschpartnerinnen und -partner näher kennenzulernen und gleichzeitig mehr über die deutsche Kultur und das Schulsystem zu erfahren. Neben einer geplanten Stadtführung nehmen sie am Unterricht teil und besuchen die Region rund um Pforzheim.
Hintergrund: Die besondere Verbringung zwischen Pforzheim und Gernika
Pforzheim und Gernika verbindet ein ähnliches historisches Schicksal: Beide Städte wurden durch Luftangriffe nahezu vollständig zerstört. Gernika fiel im Jahr 1937 dem ersten Luftangriff der Geschichte durch deutsche Bomber zum Opfer, Pforzheim wurde 1945 durch einen britischen Angriff zerstört. Die seit 37 Jahren bestehende Städtepartnerschaft steht symbolisch für Frieden und Versöhnung.
Seit vielen Jahren finden regelmäßig gegenseitige Besuche zu den Gedenktagen sowie Schüleraustausche statt. Auch zum Gedenktag am 23. Februar war erneut eine Delegation aus Gernika in Pforzheim zu Gast.
