Zum Inhalt springen
  • Bewölkt: 85-100% 14 °C
  • Kontrast
  • Leichte Sprache

Neuerscheinung zweier Publikationen zum Pforzheimer Humanisten

Neues zu Johannes Reuchlin

Vier Personen stehen vor einem orangenen Banner und halten Bücher in den Händen.
(v.l.): Reuchlinbeauftragter der Stadt Pforzheim, Dr. Christoph Timm, Kulturbürgermeister Tobias Volle, Kulturamtsleiterin Angelika Drescher und Dr. Matthias Dall'Asta, Herausgeber des Werkes „Phönix Reuchlin 1522/2022“.
© Stadt PforzheimFoto: Emma Teuscher

Im Auftrag des Kulturamtes und in enger Kooperation mit dem Reuchlinbeauftragten der Stadt Pforzheim, Dr. Christoph Timm, sind kürzlich zwei Publikationen zum Pforzheimer Humanisten Johannes Reuchlin erschienen: „Phönix Reuchlin 1522/2022. Narrative und Bilder aus fünfhundert Jahren“, herausgegeben von Dr. Matthias Dall'Asta, sowie die Broschüre zum „Reuchlinpreis 2025“. „Johannes Reuchlin steht wie kaum ein anderer für Humanität und Toleranz. Dass diese Werte durch die Publikationen sichtbar gemacht werden, ist für uns von großer Bedeutung“, so Kulturbürgermeister Tobias Volle.

Die Publikation „Phönix Reuchlin 1522/2022. Narrative und Bilder aus fünfhundert Jahren“, erscheint als Band 13 der „Pforzheimer Reuchlinschriften“. Die Beiträge dieses Bandes dokumentieren auf 272 Seiten eine interdisziplinäre, wissenschaftliche Tagung zu dem in Pforzheim geborenen Johannes Reuchlin. Diese fand vom 29. Juni bis 1. Juli 2022, im sogenannten Reuchlinjahr der Stadt Pforzheim, anlässlich des 500. Todestages des Humanisten, statt.

Mit Reuchlins Namen sind vielfältige Narrative und Bilder verbunden, die sein Leben und Werk als Philologe, Jurist, Kabbalist und öffentlicher Intellektueller der Renaissance ganz unterschiedlich konturieren. Das letzte Pamphlet seines Kontrahenten Johannes Pfefferkorn sowie die untersuchten Reuchlin-Bilder aus der Zeit des Nationalsozialismus wirken mitunter grotesk. Andere Autorinnen und Autoren arbeiten dagegen heraus, warum Reuchlin schon zu Lebzeiten zum Bannerträger des Humanismus und zum „Anwalt der Freiheit“ avancierte, warum er im Barock begeisterte Bewunderer und Biografen fand, und warum er seit der Weimarer Klassik bis heute als heller „Morgenstern“ und „Wunderzeichen“ gilt.

Das Buch ist ab Montag, 1. Juni, zum Preis von 35 Euro beim Kulturamt Pforzheim, in den Buchhandlungen Thalia und Mumm sowie in den Pforzheimer Museen erhältlich.

Außerdem ist die Broschüre zum „Reuchlinpreis 2025“, mit einer Auflage von 250 Exemplaren erschienen. Sie bietet eine dokumentarische Erinnerung in Bild- und Textform an den Festakt der Reuchlinpreisverleihung an Prof. Karl Schlögel am 22. November 2025 im Theater Pforzheim. Sie würdigt außerdem das Bestehen des Reuchlinpreises seit dem Jahr 1955. 

Die Broschüre ist zum Preis von vier Euro beim Kulturamt Pforzheim, in den Buchhandlungen Thalia und Mumm sowie in den Pforzheimer Museen ab Montag, 1. Juni, erhältlich.