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Museumsleiterin Cornelie Holzach ab April in Ruhestand

Fast drei Jahrzehnte im Schmuckmuseum

©Stadt PforzeimFoto: Emma Teuscher

Die langjährige Leiterin des Schmuckmuseums und des Technischen Museums Pforzheim verabschiedet sich im April in den Ruhestand. Aus diesem Anlass fand ein Empfang im Reuchlinhaus statt, der den vielen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern Holzachs die Gelegenheit bot, sich feierlich zu verabschieden. Oberbürgermeister Peter Boch dankte der Schmuckexpertin für ihr außerordentliches Engagement und benannte die zahlreichen Projekte und fast 100 Ausstellungen, die sie verantwortete. „Ihre beeindruckende Expertise, gepaart mit Ihrem offenen Wesen und Ihrer Neugier, haben uns zahlreiche, spannende Ausstellungen beschert. Sie haben das Schmuckmuseum Pforzheim nicht nur weit über die Grenzen Baden-Württembergs, ja Deutschlands hinaus, sondern weltweit als herausragendes Museum mit einer exzellenten Sammlung etabliert – als ein Haus, das in der Liga ganz oben mitspielt“, so der Rathauschef.

Neben dem Oberbürgermeister kamen auch Birgitta Hafner, 1. Vorsitzende der Internationale Gesellschaft der Freunde des Schmuckmuseums Pforzheim e. V., Florian Kollmar, Teil des Vorstands des Fördervereins des Technischen Museums, zu Wort. Außerdem sprachen auch Claudia Baumbusch, stellvertretende Kulturamtsleiterin, Isabel Schmidt-Mappes vom Schmuckmuseum sowie Christine Lüdeke und Andreas Gut vom Studiengang Schmuck der Hochschule für Gestaltung.

Kulturbürgermeister Tobias Volle konnte nicht an der Veranstaltung teilnehmen, schloss sich jedoch den vielen positiven Stimmen an: „Über fast drei Jahrzehnte hinweg hat Cornelie Holzach das Schmuckmuseum und das Technischen Museum Pforzheim nicht nur geleitet - Ihre Arbeit hat unsere Stadt geprägt, bereichert und die Kultur für kommende Generationen erlebbar gemacht.“

Den Abschluss der Redebeiträge bildete Cornelie Holzach: „Ich hatte wirklich großartige Menschen um mich! Es war eine tolle Zeit und ich blicke auf viele spannende Jahre zurück. Ich danke allen mit denen ich arbeiten durfte. […] Ich verlasse meinen Schreibtisch zwar etwas wehmütig, aber auch mit viel Zuversicht, da ich weiß, dass die Museen in gute Hände übergehen. Ich wünsche meiner Nachfolgerin Friderike Zobel viel Freude und Mut neue Wege zu gehen.“

„Stories of HipHop“

Holzachs letzte Ausstellung ist „Stories of HipHop“, die am Samstag, 29. März im Schmuckmuseum Pforzheim eröffnet wird. Sie beschäftigt sich mit der gesamten HipHop-Kultur und thematisiert den Einfluss von HipHop auf die Schmuckbranche. Die Ausstellung wurde von Tom Frietsch kuratiert. Damit verabschiedet sich Holzach mit einem jungen und experimentellen Ausstellungsthema, das ein gelungener Abschluss einer vielseitigen Museumslaufbahn darstellt.

Laufbahn

Cornelie Holzach kam 1997 ans Schmuckmuseum und arbeitete mit dem vorigen Leiter Fritz Falk zusammen, ehe sie 2005, nach einem kommissarischen Jahr, die Führung übernahm. Seit 2007 hat sie zudem die Leitung des Technischen Museums der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie inne und führte so beide Häuser zusammen.

Nach ihrer Ausbildung zur Goldschmiedin studierte Cornelie Holzach Schmuckdesign an der Fachhochschule für Gestaltung Pforzheim, heute Hochschule Pforzheim, und war dort unter anderem als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Ans Schmuckmuseum kam sie 1997. Während ihrer fast 30 Dienstjahre am Schmuckmuseum kuratierte Holzach viele thematisch breit gefächerte Ausstellungen oder holte diese ins Haus. Holzach erweiterte die ständige Sammlung seit 1997 kontinuierlich mit historischem bis hin zu zeitgenössischem Schmuck. Dabei knüpfte sie an die von Fritz Falk angelegten Sammlungsbereiche an und entwickelte die Kontakte in alle Welt fort.