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Großer Fortschritt bei Kita-Plätzen in Pforzheim

1.549 Zusagen werden an Eltern versandt

Farbfotografie eines Flurs in der Kita mit Rucksäcken© Stadt PforzheimFoto: Ljiljana Berakovic

Die Vergabe der Betreuungsplätze für das kommende Kita-Jahr in Pforzheim zeigt eine deutlich positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt werden in den nächsten Tagen 1.549 Zusagen für einen Kita-Platz an Familien versandt. Dem stehen 343 Absagen gegenüber. Sozialbürgermeister Frank Fillbrunn zeigt sich zufrieden und betont die positive Entwicklung: „Zum letzten Kitajahr 2025/26 mussten im Rahmen der Platzvergabe noch 819 Absagen versandt werden. Es ist uns durch den stetigen Ausbau, aber auch die weiterhin großflächige Finanzierungsübernahme für die Ausbildung von Nachwuchskräften und dem damit verbundenen Personalaufbau bei den Trägern gelungen, die Zahl der Zusagen zu erhöhen und gleichzeitig die Absagen erheblich zu reduzieren.“

Von den 343 Kindern aus Pforzheim ohne Platzzusage im aktuellen Vergabeverfahren sind 97 Kinder im Krippenalter, während 246 einen Kindergartenplatz benötigen. Allen Vorschülern und Vierjährigen, deren Familien einer Weitervermittlung im Stadtgebiet zugestimmt haben, kann dieses Mal ein Platz angeboten werden. Die Flexibilität der Eltern zahlt sich also aus. „Wir arbeiten daran, dass wir zumindest für einen Teil der Familien, die aktuell eine Absage erhalten haben, im Laufe der nächsten Wochen und Monate noch eine Betreuungsmöglichkeit finden können“, betont Fillbrunn. Im vergangenen Jahr hatten nach Zusage durch die Kita und zu Beginn des Kitajahres zum Beispiel 80 Eltern ihren Betreuungswunsch überraschend zurückgezogen oder neue Einrichtungen als Wunschkandidaten angegeben, obwohl sie eine Zusage in einer Kindertageseinrichtung erhielten, die in der Anmeldung des Kindes angegeben war. „Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass auch nach der zentralen Platzvergabe noch der eine oder andere Platz vergeben werden kann “, berichtet Jugendamtsleiter Joachim Hülsmann von den Erfahrungen der Platzvermittlung. „Wichtig ist uns zu betonen, dass wir auch unterjährig und in enger Kooperation mit den Kitas im Stadtgebiet freiwerdende Plätze selbstverständlich nachvermitteln. Gerade im U3-Bereich möchten viele Eltern aufgrund des Alters der Kinder einen Platz auch nicht schon ab dem Beginn des Kitajahres haben“, erläutert Hülsmann weiter. 

63 angemeldete Kinder, die außerhalb Pforzheims leben, konnten im diesjährigen Vergabezeitraum nicht mit einem Platz in einer Pforzheimer Kita versorgt werden. Auswärtige Kinder erhalten in Pforzheim ausschließlich dann einen Betreuungsplatz, wenn sie entweder die Betriebskita der Firma Witzenmann besuchen oder einen Belegplatz bei dem Arbeitgeber ihrer Eltern vorweisen können, den dieser bei örtlichen Kitaträgern erwirbt. „Wir bemühen uns zudem immer, Wechselwünsche der Eltern bei freiwerdenden Kapazitäten zu berücksichtigen, aber leider passen Anfrage und Angebot an der gewünschten Wechseleinrichtung nicht immer zusammen“, führt die Leiterin der Abteilung Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege, Cornelia Wolff, weiter aus. Insgesamt konnte 20 Kindern mit einem Wechselwunsch, die bereits einen Betreuungsplatz im Stadtgebiet haben, im Rahmen der Platzvergabe der Wechsel ermöglicht werden.

„Die Stadt Pforzheim wird auch weiterhin intensiv daran arbeiten, das Betreuungsangebot auszubauen und die Versorgungssituation für Familien nachhaltig zu verbessern“, führt Sozialbürgermeister Fillbrunn aus und verweist auf eine weitere Betreuungsform im Stadtgebiet, die eine wichtige Ergänzung zum Angebot der Kindertageseinrichtungen darstellt: die Kindertagespflege. Das Tagespflegebüro des Kinderschutzbundes ist für interessierte Eltern Ansprechpartner, um das Matching von Kind und geeigneter Tagespflegeperson zu begleiten. Das Tagespflegebüro kann von Familien für eine individuelle Beratung telefonisch unter 07231 5897614 oder per E-Mail unter tagespflege(at)dksb-pforzheim.de erreicht werden.

Beratung durch die Vormerkstelle

Eltern erreichen die Vormerkstelle per E-Mail unter vormerkstelle@pforzheim.de. Über diese Adresse kann auch ein Online-Termin (per Teams) oder ein persönlicher Beratungstermin vereinbart werden.

Die Mitarbeiterinnen sind täglich telefonisch unter (07231) 39 20 11 jeweils von 8 bis 12 Uhr sowie donnerstags zusätzlich von 14 bis 18 Uhr erreichbar. Das Jugend- und Sozialamt weist darauf hin, dass die Erreichbarkeit in Spitzenzeiten aufgrund einer hohen Anruferzahl eingeschränkt sein kann. Tagesaktuelle Informationen sind jederzeit unter https://www.pforzheim.de/anmeldung/betreuung abrufbar.