Im Jahr 2025 wäre der Pforzheimer Künstler Willi Zanger 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigt das Kulturamt der Stadt Pforzheim eine Gedenkausstellung im jüngst eingerichteten Kulturraum im Neuen Technischen Rathaus, Deimlingstraße 6a. Die Vernissage findet am Donnerstag, 22. Januar 2026, um 18 Uhr statt. Die Ausstellung ist dann bis Mittwoch, 18. Februar 2026, zu sehen. Die Öffnungszeiten des Kulturraumes sind von Mittwoch bis Freitag, 14 bis 17 Uhr.
Die von der Kunsthistorikerin Christina Klittich kuratierte Ausstellung präsentiert Werke aus dem Familienbesitz und würdigt damit das vielfältige künstlerische Schaffen Zangers. Trotz seines frühen Todes im Jahr 1971 im Alter von nur 46 Jahren hinterließ der Maler und Keramikkünstler ein bemerkenswert breites Œuvre. Dazu zählen Porträts, Landschaften, Stadtansichten und Akte ebenso wie keramische Arbeiten und mosaikhafte Gestaltungen.
Die Ausstellung lädt dazu ein, Willi Zanger neu zu entdecken – als sensiblen Beobachter seiner Zeit, als eigenständigen Maler und als Künstler, der Malerei, Keramik und Architektur auf besondere Weise miteinander verband.
Biografie
Willi Zanger wurde am 13. Juni 1925 in Pforzheim geboren. Nach dem Abschluss seiner Lehre als Maschinenschlosser wurde er 1943 zur Kriegsmarine einberufen. Seine künstlerische Ausbildung begann er 1946 bei Curt Rothe an der Kunst- und Werkschule in Pforzheim. Ab 1950 setzte er sein Studium bei Walter Becker, Karl Hubbuch und Wilhelm Schnarrenberger an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe fort.
Anschließend hielt sich Zanger als Werkstudent in der Schweiz und in Freiburg auf. Von 1953 bis 1961 arbeitete er als freier Mitarbeiter in der Mosaikwerkstatt von Berthold Müller-Oerlinghausen in Kressbronn am Bodensee, eine für seinen Stil prägende Phase. Nach seiner Rückkehr nach Pforzheim lebte und arbeitete er als freischaffender Maler und Mosaikbildner. Willi Zanger starb am 22. Dezember 1971 im Alter von nur 46 Jahren.

