Anlässlich des Weltfrauentags lädt die Gleichstellungsstelle der Stadt Pforzheim am Mittwoch, 11. März, 17:30 Uhr, zu einem Empfang unter dem Motto „Wer hört wen? – Über Repräsentanz, Erfolg und Gleichberechtigung in der Musikwelt“ in das Reuchlinhaus (Jahnstraße 42, 75172 Pforzheim) ein. Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Wer bestimmt eigentlich, was wir hören? Wer steht am Dirigierpult, wer erhält die Fördergelder und wessen Musik schafft es in die großen Konzertsäle? Warum sind dort meistens Männer zu sehen und viel weniger Frauen? „Es werden Fragen in den Vordergrund gerückt, die es ermöglichen den eigenen Horizont zu erweitern und den Blick für die Leistungen von Frauen in der Musik schärfen. Ich bin gespannt auf einen Abend voller neuer Impulse und freue mich besonders auf die Darbietungen des Südwestdeutschen Kammerorchesters, das diesen Werken die Bühne gibt, die sie verdienen“, so Bürgermeister Dirk Büscher.
Das Programm
Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Dirk Büscher, richten Anna Becker und Cheryl Swoboda vom Südwestdeutsches Kammerorchester ein paar Worte an die Anwesenden. Im Mittelpunkt des Abends steht ein Konzert des Südwestdeutsche Kammerorchesters Pforzheim (SWDKO). Das SWDKO setzt ein klares Zeichen für Vielfalt und spielt ausschließlich Werke von Komponistinnen. Zwischen den Stücken werden die Lebenswege dieser Frauen vorgestellt, um ihre Musik nicht nur zu hören, sondern auch ihre Geschichte dahinter zu verstehen. Das Schlusswort spricht die Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Pforzheim Lea Niewerth. Der Abend lädt alle dazu ein, Musik ganz bewusst neu zu erleben, neue Perspektiven kennenzulernen und gemeinsam über Gleichberechtigung in Kultur und Gesellschaft ins Gespräch zu kommen.
Teilnahme
Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten und die Teilnahme ist kostenlos. Da die Plätze begrenzt sind, wird um eine Anmeldung bis zum 3. März 2026 unter eveeno.com/weltfrauentag gebeten. Das Reuchlinhaus ist barrierefrei zugänglich (inklusive Aufzug und entsprechenden Toiletten).
Hintergrund zum Weltfrauentag und dem diesjährigen Motto
Der Weltfrauentag steht seit über 100 Jahren für den Einsatz für Gleichberechtigung. Er macht darauf aufmerksam, wo Frauen und andere Gruppen noch immer benachteiligt werden. In der Musikwelt sind diese Unterschiede nach wie vor oft riesig: Frauen sind in Orchestern, in Chefsesseln oder in Festival-Programmen seltener vertreten. Das entscheidet am Ende darüber, welche Stimmen wir hören und wer für junge Talente als Vorbild sichtbar ist.


