Zum Inhalt springen

Bürgerbeteiligungsformat zur Bewerbung einer Landesgartenschau startet

Erster Aufschlag im CongressCentrum Pforzheim

Oberbürgermeister Peter Boch und Bürgermeister Tobias Vollen stellen den Start des Beteiligungsformats zur Bewerbung einer Landesgartenschau vor.
© Stadt PforzheimFoto: Philip Mukherjee

Zu Beginn des Jahres 2025 hatte Oberbürgermeister Peter Boch eine mögliche Bewerbung der Stadt Pforzheim für eine Landesgartenschau ab 2038 in Aussicht gestellt hat. Im Herbst folgte ein Workshop, um erste Leitlinien zu erarbeiten. Dabei entwickelten Verwaltung, Gemeinderatsmitglieder und Fachplaner der Planstatt Senner GmbH gemeinsam erste Konzeptideen. „Jetzt sind unsere Bürgerinnen und Bürger gefragt“, freut sich der Rathauschef auf den nächsten Schritt. „Gemeinsam mit meinem Bürgermeisterkollegen Tobias Volle lade ich alle Interessierten herzlich ein, ihre Ideen für die Zukunft Pforzheims einzubringen. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürgern die Bewerbungsmappe mit Leben zu füllen und zu erfahren, welche Wünsche, Ideen und Visionen bereits in ihren Köpfen vorhanden sind.“ 

Die Bürgerbeteiligungsveranstaltung findet am Samstag, 14. März, von 10 bis 14 Uhr, im Kleinen Saal im CongressCentrum Pforzheim statt. Nach einer Begrüßung und einem kurzen Impulsvortrag zu einer möglichen Landesgartenschau wird der zuvor ausgewählte Suchraum des Geländes der Schau vorgestellt. „Um den Suchraum besser kennenzulernen und eine Vorstellung davon zu bekommen, wie die Gegebenheiten vor Ort sind, laden wir die Bürgerinnen und Bürger anschließend zu drei verschiedenen Spaziergängen ein“, erklärt Bürgermeister Tobias Volle. Vorgestellt werden dabei verschiedene Routen: durch die Innenstadt, an der Enzpromenade entlang und durch die Natur. „Die Bürgerinnen und Bürger können sich einer Gruppe anschließen und mit Planstatt Senner Ideen sammeln“, so Volle weiter. Die Spaziergänge werden außerdem von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedener Fachämter begleitet. Die Stationen auf den drei Spaziergängen sind wie folgt: 

  • Stadtgang: Bertha-Benz-Platz, Marktplatz, Blumenhof/Schlossberg, Bahnhofsplatz, Leopoldplatz und je nach Bedarf die Jahnstraße.
  • Flussgang: Waisenhausplatz, Turnplatz, Enzufer Simmlerstraße, Enzufer Bissingerstraße und je nach Bedarf der Benckiserpark.
  • Naturgang: Nagoldufer, Stadtgarten, Stauwehr, Nagoldaue, Kallhardstraße und je nach Bedarf die Würmmündung

Die Teilnehmenden werden jeweils mit Material ausgestattet, um Ideen aufzuschreiben und zu sammeln. Im Anschluss daran werden die Ideen gesichtet und an verschiedenen Themenwänden zusammengetragen. „Es ist uns wichtig, dass wir die Bürgerinnen und Bürger in die Erstellung einer so bedeutenden Bewerbung, wie der für die Landesgartenschau mit einbeziehen“, betonen Boch und Volle. „Und auch wenn eine Bewerbung noch lange kein Zuschlag bedeutet, so wissen wir am Ende dennoch, was Pforzheim bewegt. Und es besteht auch dann die Möglichkeit, gute Ideen als Projekte in die Tat umzusetzen.“

Eine Anmeldung unter www.pforzheim.de/lgs ist wünschenswert. Es wird außerdem eine Kinderbetreuung für Kinder im Alter zwischen 3 und 9 Jahren angeboten. Eine Anmeldung hierfür ist zwingend erforderlich und hat ebenfalls unter dem genannten Link bis spätestens Mittwoch, 11. März, zu erfolgen. 

 

Weitere Zeitschiene

Die Beteiligung des Gemeinderats und der Öffentlichkeit bildet den Startschuss für eine mögliche Bewerbung. Die Bürgerbeteiligungsformate sind, beginnend mit dem Auftakt am 14. März im CCP, für Frühjahr und Sommer geplant, bevor das begleitende Planungsbüro Planstatt Senner die gesammelten Ideen und Vorschläge in ein Konzept gießt. Daraus wird eine Bewerbungsmappe erstellt, sobald die offizielle Ausschreibung zur Landesgartenschau veröffentlicht wird und dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt. Bei Zustimmung wird die Bewerbung eingereicht, sobald die Ausschreibung erfolgt. „Anschließend heißt es Daumen drücken und warten, dass die Bewerbung dem Auswahlgremium zusagt“, so Tobias Volle. Zur weiteren Zeitschiene könne man derzeit aber noch nichts Genaueres sagen.