Bereits zum zweiten Mal fand von Dienstag, 17. März, bis Donnerstag, 19. März, in Pforzheim der Aktionstag „Katastrophenschutz an Schulen“ statt. Ort des Geschehens war in diesem Jahr die Jahnhalle. Zu der dreitägigen Veranstaltung waren die 6. Klassen der weiterführenden Pforzheimer Schulen - insgesamt rund 1.300 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen und Lehrern – eingeladen. „Der Aktionstag vermittelt den Kindern frühzeitig wichtiges Wissen für Ausnahmesituationen und macht zugleich deutlich, wie wichtig verantwortungsvolles Handeln im Alltag ist. Gerade die Verbindung aus Unterricht und praktischer Erfahrung trägt dazu bei, Sicherheit und Handlungskompetenz nachhaltig zu stärken“, betonte Schulbürgermeister Frank Fillbrunn, der sich gemeinsam mit Feuerwehrkommandant Sebastian Fischer in der Jahnhalle und auf dem Pausenhof des Theodor-Heuss-Gymnasiums über den Aktionstag informierte.
Dort präsentierten sich an drei Tagen das Deutsche Rote Kreuz, die Feuerwehr, das THW, die Bergwacht Schwarzwald und die DLRG mit praktischen Übungen wie Erste-Hilfemaßnahmen, der Handhabung von Feuerlöschern und dem richtigen Absetzen eines Notrufes. Zudem wurden mit den Schülerinnen und Schülern theoretische Themenblöcke aus dem Bereich des Bevölkerungsschutzes besprochen. Die Heranwachsenden erfuhren dabei interessante Details zu den Auswirkungen unterschiedlicher Katastrophen wie etwa einem Stromausfall, bekamen Einblicke in die richtige persönliche Notfallvorsorge mit der Bevorratung von Lebensmitteln und Trinkwasser und wurden über das richtige Verhalten bei Hochwasser und Starkregen informiert. Dazu stellten die Macher der Veranstaltung auch die verschiedenen Möglichkeiten zur Warnung der Bevölkerung vor. „Gerade bei jungen Menschen soll das Interesse an dem wichtigen Thema Bevölkerungsschutz geweckt werden. Dies stärkt die Resilienz in der gesamten Bevölkerung“ erläuterte Kommandant Sebastian Fischer das Ziel des zweiten Aktionstages.
Das Thema Bevölkerungsschutz ist seit kurzem fest in die Lehrpläne der 6. Klassen verankert. Der Aktionstag soll dabei die theoretische Wissensvermittlung im Unterricht mit praktischen Anteilen aus dem Aufgabenspektrum des Bevölkerungsschutzes verbinden. Zudem bietet der Tag den Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, direkt mit den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Bevölkerungsschutzorganisationen ins Gespräch zu kommen. Diese wiederum können ihre vielfältigen und spannenden Aufgaben vorstellen und um Nachwuchs werben. Das Konzept für den Aktionstag an Schulen wurde federführend durch das Fachamt Feuerwehr, Bevölkerungs- und Katastrophenschutz in seinen Rollen als untere Katastrophenschutzbehörde und als Feuerwehr in enger Abstimmung mit dem städtischen Amt für Bildung und Sport sowie den geschäftsführenden Schulleitungen entwickelt.
