8. März - "Weltfrauentag"
Der "Weltfrauentag" (in aktuellen Bewegungen auch als feministischer Kampftag oder Internationaler Tag für Geschlechtergerechtigkeit bezeichnet) wird seit 1911 jährlich begangen und ist seit 1977 ein offizieller Aktionstag der Vereinten Nationen. Jährlich am 8. März macht er weltweit auf Diskriminierung, Benachteiligung und Gewalt durch patriarchale Strukturen aufmerksam. Besonders betroffen sind Frauen und Mädchen, sowie trans, inter und nicht-binäre Personen.
Auch in Pforzheim wird der 8. März gefeiert: Jedes Jahr laden der Oberbürgermeister und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt zum Empfang ein.
Das war der Weltfrauentag 2026
Empfang und Stadtführung
Der diesjährige Weltfrauentag in Pforzheim stand im Zeichen großer Beteiligung und wichtiger gesellschaftlicher Fragen.
Mit rund 190 Gästen war der Empfang am 11. März im Reuchlinhaus unter dem Titel „Wer hört wen? – Über Repräsentanz, Erfolg und Gleichberechtigung in der Musikwelt“ ein großer Erfolg. Im Mittelpunkt stand ein Konzert des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim (SWDKO), das ausschließlich Komponistinnen eine Bühne gab. Hinter der Musik standen Fragen, die uns alle angehen: Wer entscheidet eigentlich, was wir im Radio oder im Konzertsaal hören? Warum stehen meist Männer am Dirigierpult und warum erreichen Fördergelder Frauen seltener? Der Abend beleuchtete eindrucksvoll, was das über unsere Kultur aussagt und wie sich die Branche aktuell verändert.
Bereits am Sonntag, den 8. März, gab es einen weiteres Highlight: Die Stadtführung „Mit Klugheit und Courage“ verzeichnete mit fast 70 Teilnehmenden ein riesiges Interesse. Dabei wurden beeindruckende Pforzheimer Frauen und ihr Mut in den Fokus gerückt – und gezeigt, wie sehr sie unsere Stadt bis heute geprägt haben.
Das war der 8. März 2025
Am 8. März 2025 fanden in Pforzheim gleich zwei Veranstaltungen zum "Weltfrauentag" statt.
Den Auftakt bildete die Stadtführung „Mit Klugheit und Courage – Frauenleben in Pforzheim“, die in Kooperation mit dem WSP organisiert wurde. Über 30 Teilnehmende begaben sich auf eine spannende Zeitreise zu bedeutenden Frauen der Stadtgeschichte. Auch die Gleichstellungsbeauftragte Nur Bakkar begleitete die Tour und stand für Fragen rund um das Thema Gleichstellung zur Verfügung.
Am Abend folgte der feierliche Empfang zum 8. März in der Pforzheim Galerie – ein voller Erfolg mit über 120 Gästen. Die Veranstaltung, die in Kooperation mit dem Kulturamt stattfand, wurde inmitten der Ausstellung „<10 Prozent – Künstlerinnen aus der städtischen Sammlung“ ausgerichtet. Im Fokus standen die Themen Solidarität, Repräsentanz und Respekt. Bürgermeister Tobias Volle eröffnete den Abend mit einem Grußwort, gefolgt von Beiträgen der Kuratorin Regina M. Fischer und der Gleichstellungsbeauftragten Nur Bakkar, die die Bedeutung von Sichtbarkeit und Teilhabe betonte.
Ein besonderes Highlight war der Impulsvortrag von Inna Zeitler zu unbewussten Vorurteilen und gelebter Solidarität. Ein bewegender Moment folgte im Anschluss des Programms, als Spotlight e.V. und Queer Space der Gleichstellungsbeauftragten Nur Bakkar ein Plakat mit der Botschaft „Wir sind hier“ überreichten – ein kraftvolles Zeichen für die Rechte von Frauen und LGBTIAQ+ Personen.
Der Tag zeigte deutlich: Gleichstellung braucht Solidarität, Respekt und Räume für Sichtbarkeit. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!





