8. März - "Weltfrauentag"
Der "Weltfrauentag" (in aktuellen Bewegungen auch als feministischer Kampftag oder Internationaler Tag für Geschlechtergerechtigkeit bezeichnet) wird seit 1911 jährlich begangen und ist seit 1977 ein offizieller Aktionstag der Vereinten Nationen. Jährlich am 8. März macht er weltweit auf Diskriminierung, Benachteiligung und Gewalt durch patriarchale Strukturen aufmerksam. Besonders betroffen sind Frauen und Mädchen, sowie trans, inter und nicht-binäre Personen.
Auch in Pforzheim wird der 8. März gefeiert: Jedes Jahr laden der Oberbürgermeister und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt zum Empfang ein.
Veranstaltung zum Weltfrauentag 2026
Wer hört wen? – Über Repräsentanz, Erfolg und Gleichberechtigung in der Musikwelt
Wer bestimmt eigentlich, was wir hören? Wer steht am Dirigierpult, wer erhält die Fördergelder und wessen Musik schafft es in die großen Konzertsäle? Warum sind dort meistens Männer zu sehen und deutlich weniger Frauen?
Anlässlich des Weltfrauentags geht die Gleichstellungsstelle der Stadt Pforzheim diesen Fragen auf den Grund. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 11. März 2026, ab 17:30 Uhr (Beginn des Programms um 18:00 Uhr) unter dem Motto „Wer hört wen? – Über Repräsentanz, Erfolg und Gleichberechtigung in der Musikwelt“ im Reuchlinhaus (Jahnstraße 42, 75172 Pforzheim) statt.
Das Programm Im Mittelpunkt steht ein Konzert des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim (SWDKO) mit Werken von ausschließlich Komponistinnen. Hinter der Musik stecken wichtige Fragen, die uns alle angehen: Wer entscheidet eigentlich, was wir im Radio oder im Konzertsaal hören? Warum stehen meistens Männer am Dirigierpult und warum landen Fördergelder so selten bei Frauen? Gemeinsam wollen wir hinschauen, was das über unsere Kultur aussagt und wie sich die Branche gerade verändert.
Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es bei einem kleinen Imbiss die Gelegenheit zum persönlichen Austausch.
Anmeldung und Hinweise Die Teilnahme ist kostenlos. Da die Plätze begrenzt sind, ist eine Anmeldung bis zum 3. März 2026 erforderlich unter: eveeno.com/weltfrauentag
Barrierefreiheit: Das Reuchlinhaus ist barrierefrei zugänglich und verfügt über einen Aufzug sowie eine barrierefreie Toilette.
Save the Date - Stadtführung am 8. März 2026
Anlässlich des Weltfrauentags 2026 findet eine besondere Stadtführung zur Frauengeschichte Pforzheims statt.
Bei einem Rundgang durch die Innenstadt führt die Kunsthistorikerin Christina Klittich zu bekannten und weniger bekannten Frauen Pforzheims. Wie lebten die Dominikanerinnen in Pforzheim? Was geschah beim Weiberkrawall von 1726? Und welchen Einfluss hatten Frauen auf den Aufstieg Pforzheims zum Zentrum der Schmuck- und Uhrenindustrie?
Dabei lernen Sie politisch engagierte Frauen, Künstlerinnen, Stifterinnen und Unternehmerinnen kennen und erfahren mehr über ihre Lebensumstände – von geistlichen und adligen Frauen bis zu Arbeiterinnen der Schmuckbranche. Tauchen Sie ein in die vielfältigen Lebenswelten von Frauen über die Jahrhunderte hinweg.
Zum Weltfrauentag ist die Teilnahme an der Stadtführung kostenlos; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Das war der 8. März 2025
Am 8. März 2025 fanden in Pforzheim gleich zwei Veranstaltungen zum "Weltfrauentag" statt.
Den Auftakt bildete die Stadtführung „Mit Klugheit und Courage – Frauenleben in Pforzheim“, die in Kooperation mit dem WSP organisiert wurde. Über 30 Teilnehmende begaben sich auf eine spannende Zeitreise zu bedeutenden Frauen der Stadtgeschichte. Auch die Gleichstellungsbeauftragte Nur Bakkar begleitete die Tour und stand für Fragen rund um das Thema Gleichstellung zur Verfügung.
Am Abend folgte der feierliche Empfang zum 8. März in der Pforzheim Galerie – ein voller Erfolg mit über 120 Gästen. Die Veranstaltung, die in Kooperation mit dem Kulturamt stattfand, wurde inmitten der Ausstellung „<10 Prozent – Künstlerinnen aus der städtischen Sammlung“ ausgerichtet. Im Fokus standen die Themen Solidarität, Repräsentanz und Respekt. Bürgermeister Tobias Volle eröffnete den Abend mit einem Grußwort, gefolgt von Beiträgen der Kuratorin Regina M. Fischer und der Gleichstellungsbeauftragten Nur Bakkar, die die Bedeutung von Sichtbarkeit und Teilhabe betonte.
Ein besonderes Highlight war der Impulsvortrag von Inna Zeitler zu unbewussten Vorurteilen und gelebter Solidarität. Ein bewegender Moment folgte im Anschluss des Programms, als Spotlight e.V. und Queer Space der Gleichstellungsbeauftragten Nur Bakkar ein Plakat mit der Botschaft „Wir sind hier“ überreichten – ein kraftvolles Zeichen für die Rechte von Frauen und LGBTIAQ+ Personen.
Der Tag zeigte deutlich: Gleichstellung braucht Solidarität, Respekt und Räume für Sichtbarkeit. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!





