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„Tag des offenen Denkmals“ am 13. September

NetzWERKE erleben: Führungen und Entdeckungen an historischen Orten

Vier Personen auf einer Treppe halten Plakate und stehen vor dem Schmuckmuseum.
(v.l.): Anne Bartelt aus der Kulturellen Bildung, Kulturamtsleiterin Angelika Drescher, Kunsthistorikerin Christina Klittich und Kulturbürgermeister Tobias Volle freuen sich auf den Tag des offenen Denkmals.
© Stadt PforzheimFoto: Emma Teuscher

Am Sonntag, 13. September, lädt die Stadt Pforzheim von 11 bis 17 Uhr zum „Tag des offenen Denkmals®“ ein. Unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ öffnen historische Gebäude und Denkmalorte in ganz Deutschland ihre Türen. Sie zeigen, wie Bauwerke seit Jahrhunderten als Orte des Austauschs, der Versorgung, der Erinnerung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts Menschen miteinander verbinden. Kulturbürgermeister Tobias Volle betont: „Denkmale verbinden Vergangenheit und Gegenwart. Sie machen Geschichte an authentischen Orten erlebbar und schaffen Räume für Begegnung und Austausch. Der ‚Tag des offenen Denkmals‘ lädt dazu ein, diese Verbindungen neu zu entdecken und gemeinsam einen Blick auf das kulturelle Erbe unserer Stadt zu werfen.“

Denkmale sind weitaus mehr als nur steinerne Zeugnisse der Vergangenheit. Sie erzählen von den Wegen, auf denen Menschen, Ideen und Waren zusammenkamen, und sind bis heute wichtige Anknüpfungspunkte für das kulturelle Gedächtnis einer Stadt. Das diesjährige Motto der Deutschen Stiftung Denkmalschutz lenkt den Blick deshalb sowohl auf historische Infrastrukturen als auch auf die Netzwerke, die durch Denkmale zwischen Generationen, Eigentümerinnen und Eigentümern, Fachleuten sowie Besucherinnen und Besuchern entstehen.

Programm in Pforzheim

Auch in Pforzheim wird das Motto auf vielfältige Weise erlebbar: Bei einem Stadtrundgang mit dem Titel „Sie bauten eine neue Stadt“ erfahren die Teilnehmenden mehr über den Wiederaufbau der Innenstadt und die Entstehung des heutigen Stadtbildes nach dem Zweiten Weltkrieg. 

Eine weitere Führung widmet sich der Kunst am Bau, die öffentliche Gebäude bis heute prägt und Architektur mit Kunst verbindet.

Historische Netzwerke lassen sich auch an vielen weiteren Denkmalorten entdecken: Der Archivbau des ehemaligen markgräflichen Schlosses öffnet seine Türen, ebenso wie die Schloß- und Stiftskirche St. Michael mit dem Museum Johannes Reuchlin und dem Stiftschor. In der Altstadtkirche steht die Bildsprache vergangener Jahrhunderte im Mittelpunkt. Auf dem Hauptfriedhof geben kunstvoll gestaltete Grabmale Einblicke in die Erinnerungskultur und die Bildhauerkunst.

Wie sich historische Gebäude immer wieder neuen Nutzungen anpassen, zeigt das Kollmar & Jourdan-Haus, das vom Fabrikwohnhaus zur Fabrik wurde. Das Reuchlinhaus vermittelt eindrucksvoll die Architektur der Nachkriegsmoderne und der Gasometer, ein bedeutendes Industriedenkmal, erinnert an die technische Infrastruktur und industrielle Entwicklung der Stadt.

Auch junge Besucherinnen und Besucher kommen auf ihre Kosten: Die Abteilung „Kulturelle Bildung“ des Kulturamts lädt Kinder zu einem Kreativworkshop rund um das Neue Rathaus dazu ein, sich spielerisch mit Architektur, Stadtgeschichte und Denkmalen auseinanderzusetzen.

Mit seinem abwechslungsreichen Programm verbindet der „Tag des offenen Denkmals“ Geschichte, Architektur, Kunst und Stadtentwicklung. Die Führungen eröffnen neue Perspektiven auf bekannte Orte und zeigen, wie eng das kulturelle Erbe mit dem heutigen Leben in Pforzheim verknüpft ist.

Hintergrund

Der Tag des offenen Denkmals wurde 1993 erstmals bundesweit veranstaltet und ist heute Deutschlands größte Kulturveranstaltung für das gebaute Erbe. Koordiniert wird er von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gemeinsam mit den Landesdenkmalämtern sowie den Städten und Gemeinden.

Das vollständige Programm zum Tag des offenen Denkmals in Pforzheim ist unter www.pforzheim.de/denkmaltag abrufbar.