Zum Inhalt springen
  • Bewölkt mit Aufhellungen: 51-84% 27 °C
  • Kontrast
  • Leichte Sprache

Stadt Pforzheim stellt Förderprogramm „Grün mal drei“ vor

Begrünungsmaßnahmen für ein besseres Klima

Um die Anpassung an den Klimawandel und die Förderung der Biodiversität in Pforzheim voranzubringen, werden Bürgerinnen und Bürger in den nächsten zwei Jahren finanziell unterstützt, wenn sie ihr Grundstück auf verschiedene Weise begrünen. Das neue Programm „Grün mal drei“ fördert Dach- und Fassadenbegrünung sowie das Entsiegeln von Innenhöfen oder Stellplätzen. Es wird im Rahmen der Quartier Werkstatt auf dem Pfälzer Platz am Mittwoch, 15. Juli, von 14 bis 17 Uhr offiziell vorgestellt. Dazu sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen. In diesem Rahmen übergibt Umweltbürgermeister Tobias Volle um 15 Uhr die Auszeichnung „Grüne Hausnummer“ an mehrere Personen für vorbildliche, energetische Klimaschutzmaßnahmen am eigenen Haus. Dazu sind ebenfalls alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen.

„Dieses Förderprogramm fasst vorherige Programme zusammen und bietet jetzt ein stimmiges Gesamtkonzept, von dem wir alle profitieren. Die Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer können zwischen verschiedenen Begrünungsmaßnahmen wählen und werden bei der Umsetzung von der Stadt finanziell unterstützt“, erklärt Bürgermeister Volle. Das neu geschaffene Grün erhöhe dabei nicht nur die Lebensqualität der Anwohnenden und aller, die dort vorbeispazieren, sondern auch die Strukturvielfalt in den Innenstädten und biete so zugleich Lebensraum für Insekten und Vögel, so Volle weiter. 

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich im Rahmen der Quartier Werkstatt vor Ort bei den Mitarbeitenden des Amts für Umweltschutz über die genauen Konditionen informieren und sich von verschiedenen Begrünungslösungen inspirieren lassen. Zusätzlich verspricht ein Garten-Quiz vielfältige Gewinne, sodass mit etwas Glück auch gleich eine grüne Pflanze mit nach Hause genommen werden kann. Unter den Gewinnen befinden sich sogar einheimische Sträucher wie beispielsweise Schlehe, Weißdorn oder Hunds-Rose, die zum Entsiegeln animieren sollen. 

Antragsberechtigt beim Förderprogramm „Grün mal drei“ sind private Haus- und Wohnungseigentümer, Mieter oder Erbbauberechtigte, und auch Vereine, Wohnungsbaugesellschaften sowie kleine und mittlere Unternehmen. Je nach Antragstellenden variiert die Zuschusshöhe zwischen 30 und 50 Prozent der förderfähigen Kosten, höchstens jedoch 5.000 Euro. Förderfähig sind unter anderem Bodenvorbereitung, Pflanzsubstrate, Rankhilfen, Pflanzen und Pflanzmaßnahmen. Die genauen Voraussetzungen sind in der Förderrichtlinie nachlesbar. Das Programm läuft bis zum 30. November 2027.

www.pforzheim.de/gruen-mal-drei

Hintergrund

Dach- und Fassadenbegrünung sowie die Entsiegelung von Innenhöfen oder Stellplätzen bieten den Bürgerinnen und Bürgern vielfältige Vorteile. Durch Verschattung und Verdunstungskühle verringern diese Begrünungsmaßnahmen die Hitzeinseln im Sommer und bieten zugleich durch die verbesserte Versickerung des Regenwassers im Boden eine Vorsorge vor Starkregenereignissen. Begrünte Bereiche binden Feinstaub und dämpfen den Schall nachweislich. Selbstverständlich erhöhen diese neuen Lebensräume auch die Artenvielfalt und bieten so vielen Insekten und Vögeln einen neuen Lebensraum in der Stadt und tragen aktiv zur Minderung des Artensterbens bei. All diese Faktoren steigern die Lebensqualität der Anwohnenden und mildern die Folgen des Klimawandels.