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Stadt Pforzheim profitiert vom Startchancen- Programm

25 Schulen für Förderprogramm ausgewählt

Große Entwicklungschance für Pforzheimer Schulen: 25 der insgesamt 36 städtischen Schulen in Pforzheim wurden für das Startchancen-Programm von Bund und Ländern ausgewählt, darunter befinden sich Grundschulen, eine Gemeinschaftsschule, Werkrealschulen, Realschulen und berufliche Schulen. Bis Ende des Jahres 2034 kann die Stadt als Schulträger im Rahmen des Programms bis zu 44 Millionen Euro investieren, um in den Schulen eine zeitgemäße und lernförderliche Bildungsinfrastruktur zu schaffen. Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt dabei zu 70 Prozent aus Fördermitteln von Bund und Land sowie zu 30 Prozent aus einem ergänzenden städtischen Eigenanteil.

„Das Startchancen-Programm eröffnet uns die Möglichkeit, unsere Schulen gezielt weiterzuentwickeln und zu stärken. Diese Chance wollen wir konsequent nutzen und die bereitstehenden Fördermittel bestmöglich ausschöpfen. Denn wir schaffen damit nicht nur moderne und attraktive Lernorte, sondern investieren zugleich in die Bildungs- und Zukunftschancen unserer Kinder und Jugendlichen“, betont Oberbürgermeister Peter Boch.

Förderung von Infrastruktur sowie Schul- und Unterrichtsentwicklung

25 Pforzheimer Schulen wurden in das Startchancen-Programm aufgenommen. Gefördert werden sowohl bauliche Maßnahmen als auch Projekte zur Weiterentwicklung von Schule und Unterricht. Dazu gehören beispielsweise die Modernisierung von Klassenräumen, die Umgestaltung von Schulhöfen, die Einrichtung von Multifunktions- und Berufsorientierungsräumen sowie die zeitgemäße Ausstattung der Lernräume. Darüber hinaus erhalten die ausgewählten Schulen ein jährliches Chancenbudget für fachliche und pädagogische Angebote vor Ort, über dessen Verwendung sie eigenverantwortlich entscheiden. Außerdem ermöglicht das Förderprogramm, zusätzlich Personal an den Schulen einzustellen, etwa pädagogische Assistenzen, Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter oder Fachkräfte aus unterschiedlichsten Bereichen, die die Schülerinnen und Schüler beim Lernen begleiten, beraten und unterstützen.

Bildungsdezernent Frank Fillbrunn erklärt: „Uns ist wichtig, dass alle in das Startchancen-Programm aufgenommenen Schulen von den Fördermitteln profitieren. Wir wollen die Möglichkeiten des Programms gezielt nutzen, um die Bildungs- und Lernbedingungen an den Schulstandorten nachhaltig zu verbessern. Die Förderrichtlinie sieht hierfür mindestens eine Investitionsmaßnahme je Schule vor.“ Erste Projekte seien bereits abgeschlossen, weitere befänden sich noch in der Umsetzung. Dazu zählen unter anderem ein Berufsorientierungsraum an der Brötzinger Schule, die Einrichtung eines Selbstlernzentrums an der Alfons-Kern-Schule sowie die Ausstattung von Klassenräumen für differenziertes Lernen an verschiedenen Schulen, so Fillbrunn.

Derzeit erfasst das Amt für Bildung und Sport gemeinsam mit den Schulen die Bedarfe der einzelnen Bildungseinrichtungen. Diese sollen mit Beginn der Sommerferien konkretisiert und anschließend priorisiert werden. Größere bauliche Maßnahmen, wie eine Neugestaltung von Außenbereichen oder Umbauten in den Innenräumen sollen nach der Bedarfsanalyse geplant und ab 2027 umgesetzt werden. „Die Aufnahme von 25 Schulen in das Programm ist für uns Chance und Verantwortung zugleich. Mit den Schulen führen wir Gespräche und betrachten die konkreten Gegebenheiten vor Ort genau, um die Fördermittel gezielt dort einzusetzen, wo sie den größten Nutzen für Schülerinnen und Schüler entfalten“, erläutert Claudia Schlütter, Leiterin des Amts für Bildung und Sport.

Startchancen-Programm des Bundesbildungsministeriums

Das Startchancen-Programm zählt zu den größten Bildungsförderinitiativen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Bund und Länder stellen hierfür gemeinsam rund 20 Milliarden Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren bereit. Mit dem Programm sollen gezielt Schulen unterstützt werden, die einen hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern aus sozial benachteiligten Verhältnissen aufweisen. Ziel des Programms ist es, die Chancen auf Bildungserfolg stärker von der sozialen Herkunft zu entkoppeln und so mehr Chancengerechtigkeit zu schaffen. Die Auswahl der förderberechtigten Schulen erfolgte durch die Länder auf Grundlage von sozialindex-basierten wissenschaftlichen Kriterien. Bundesweit sind 4.000 Schulen in das Programm aufgenommen. 

Weitere Infrastrukturmaßnahmen, die mithilfe des Förderprogramms umgesetzt werden, wird die Stadtverwaltung in den kommenden Monaten vorstellen.