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Stadt Pforzheim gedenkt der Opfer des 23. Februar 1945

Gedenktag unter dem Leitsatz „Erinnern, Gedenken, Gestalten“

Mehrere Personen sitzen und stehen hinter einem Tisch und sehen in die Kamera© Stadt PforzheimFoto: Emma Teuscher

Am 23. Februar 2026 jährt sich die verheerende Bombardierung Pforzheims durch die Royal Air Force bereits zum 81. Mal. Innerhalb von nur 22 Minuten verloren rund 18.000 Menschen ihr Leben und die Stadt wurde nahezu gänzlich zerstört. An diesem Tag gedenkt die Stadt Pforzheim nicht nur der Opfer dieser Bombennacht, sondern auch all jener, die den Verbrechen des NS-Regimes zum Opfer fielen. Unter dem Leitsatz „Erinnern, Gedenken, Gestalten“ hat der Arbeitskreis 23. Februar ein umfangreiches Programm zusammengestellt, das die Erinnerung bewahrt und zugleich Perspektiven für eine friedvolle Zukunft aufzeigt. 

„Ich möchte allen Akteurinnen und Akteuren danken, die mit ihrem Engagement zu der Vielzahl an Angeboten beitragen und damit nicht nur Raum für friedliches Gedenken schaffen, sondern auch ein Zeichen für Frieden und Demokratie setzen“, so Oberbürgermeister Peter Boch.

Das traditionelle Gedenken findet um 15 Uhr auf dem Hauptfriedhof statt. Nach der Ansprache von Oberbürgermeister Peter Boch folgen weitere Redebeiträge und ein gemeinsames Gebet. Alle Teilnehmenden sind dabei eingeladen, bereitstehende Rosen auf den Gräbern des Großgräberfelds abzulegen. Das Bläserensemble des Musikzugs der Feuerwehr umrahmt die Veranstaltung musikalisch.

Um 19.30 Uhr beginnt das Abendgedenken auf dem Marktplatz mit einer Begrüßung durch Dekanin Christiane Quincke. Es folgen ein musikalischer Beitrag von Selda Falke und Alexander Wolfinger sowie die Verlesung der Erklärung zum 23. Februar durch Mitglieder des Internationalen Beirats. Nach einer Ansprache von Oberbürgermeister Peter Boch und einem weiteren Musikstück läuten ab 19.48 Uhr, der Zeit des Angriffs vor 81 Jahren, alle Pforzheimer Kirchenglocken 22 Minuten lang zum Gedenken an die Opfer. Zeitgleich wird die Friedenstaube auf den Wartbergturm sowie auf die Fassade des Neuen Rathauses projiziert, wo sie im Wechsel mit historischen Fotografien zerstörter Städte andernorts zu sehen sein wird. Als Abschluss wird der traditionelle Interreligiöse Segen von Mitgliedern des Rats der Religionen gesprochen.

Das Begleitprogramm zum Gedenktag beinhaltet zahlreiche weitere Veranstaltungen für Erwachsene, Kinder und Jugendliche, die schwerpunktmäßig im Februar, aber auch ganzjährig angeboten werden. Darunter sind Führungen, Ausstellungen und Filmbeiträge, die sich mit der Zerstörung und dem Wiederaufbau der Stadt sowie mit ihrer Geschichte im Nationalsozialismus auseinandersetzen. Das vollständige Programm, Livestreams und weitere Informationen sind online abrufbar unter: www.pforzheim.de/23februar