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Stadt Pforzheim fördert Balkonkraftwerke und Begrünungsmaßnahmen

Gemeinderat hat zwei Förderprogramme auf den Weg gebracht

Der Gemeinderat der Stadt Pforzheim hat in der letzten Sitzung zwei Förderprogramme auf den Weg gebracht, um den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel in der Stadt weiter voranzutreiben. Mit den Programmen können Bürgerinnen und Bürger in den nächsten zwei Jahren finanziell unterstützt werden, wenn sie selbst Strom produzieren oder wenn sie ihr Grundstück auf verschiedene Weise begrünen.

Förderprogramm Balkonkraftwerke

Immer häufiger sind kleine, eigenständige Solaranlagen im Stadtbild zu sehen, die oft an Balkonen angebracht sind. Der große Vorteil dieser sogenannten Balkonkraftwerke ist, dass sie sich an eine haushaltsübliche Steckdose anschließen lassen und der selbst produzierte Ökostrom direkt im Haushalt genutzt werden kann. „Das Programm war in den letzten beiden Jahren ein voller Erfolg. Es freut mich sehr, dass wir als Stadt dieses Förderangebot erneut auf den Weg bringen können“, so Bau- und Umweltbürgermeister Tobias Volle. „Die enorme Nachfrage nach der Förderung zeigt, dass wir unser Ziel erreicht haben, den Bürgerinnen und Bürgern den Einstieg in die Energiewende zu erleichtern und sie zum Nachahmen anzuregen. Mit der erneuten Förderung wollen wir die Energiewende in unserem Stadtgebiet noch sichtbarer machen und weitere Beiträge zur aktiven Energiewende ermöglichen“ so Volle weiter. 

Der Zuschuss beträgt 50 Prozent der förderfähigen Kosten, höchstens jedoch 250 Euro. Förderfähig sind die Anschaffungskosten sowie die anfallenden Materialkosten. Antragsberechtigt sind private Haus- und Wohnungseigentümer, Mieter oder Erbbauberechtigte. 

Förderprogramm „Grün mal drei“

Das neue Programm „Grün mal drei“ fördert Dach- und Fassadenbegrünung sowie das Entsiegeln von Innenhöfen oder Stellplätzen. Diese Begrünungen bieten vielfältige Vorteile für die Bürgerinnen und Bürger. Sie verringern die Hitzeinseln im Sommer durch Verschattung und Verdunstung und dienen zugleich als Vorsorge vor Starkregenereignissen, da das Regenwasser besser versickern kann. Begrünte Bereiche binden Feinstaub und dämmen den Schall nachweislich. Selbstverständlich erhöhen diese neuen Lebensräume auch die Artenvielfalt und bieten vielen Insekten und Vögeln einen neuen Lebensraum in der Stadt. 

Bei „Grün mal drei“ sind private Haus- und Wohnungseigentümer, Mieter oder Erbbauberechtigte sowie Vereine, Wohnungsbaugesellschaften und kleine und mittlere Unternehmen antragsberechtigt. Je nach Antragstellenden variiert die Zuschusshöhe zwischen 30 und 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Der maximale Zuschuss beträgt jedoch 5.000 Euro. Weitere Informationen, die genauen Voraussetzungen sowie Formulare zu beiden Förderprogrammen finden Interessierte unter folgendem Link: https://www.klimaschutz-pforzheim.de/massnahmen/foerderungen.html

Hintergrund

Ziel der Photovoltaik-Förderung ist es, einen Anreiz zur Installation neuer Balkonkraftwerke in der Stadt Pforzheim zu schaffen. Damit soll ein Beitrag zur Energiewende und somit zur Reduktion von CO2-Emissionen geleistet werden. Balkonkraftwerke sind somit ein wichtiger Baustein für die lokale Energiewende und die Erreichung der Klimaschutzziele. Für Privatpersonen stellen sie zudem eine kostengünstige und einfache Möglichkeit dar, in die Stromerzeugung für den Eigenbedarf einzusteigen.

Die Stadt Pforzheim förderte Balkonkraftwerke bereits in den Jahren 2024 und 2025 mit einem Zuschuss. In diesem Zeitraum gingen über 220 Anträge ein, wofür etwas über 40.000 Euro an Förderung ausbezahlt wurden. Durch die Anlagen können jährlich ungefähr 160 MWh (160.000 kWh) an klimafreundlichem Strom produziert werden. Dies reicht aus, um 40 bis 50 Haushalte ganzjährig mit Strom zu versorgen. 

Die beiden Förderprogramme „Fassadenbegrünung“ und „Rückbau von Schottergärten“ liefen Ende des Jahres 2025 aus und werden jetzt durch das neue Förderprogramm „Grün mal drei“ mit neuen Förderbereichen und -berechtigten deutlich erweitert.