Eine intensive Woche erlebten 16 Mitglieder der Jugendkantorei der Stadtkirche Pforzheim in der Partnerstadt Gernika. Ihr Programm umfasste Konzerte, Auftritte, Proben, Museumsbesuche und Begegnungen.
Bereits am ersten Tag musizierte die Gruppe gemeinsam mit dem Partnerchor „Andra Mari Korala“ im Lizeo-Theater von Gernika, was die Sängerinnen und Sänger schnell verband. „Im Vorfeld haben wir ein musikalisches Programm erarbeitet, das sowohl Repertoirestücke als auch Werke über Friedenstexte einbezog. Zudem kamen Lieder in Baskisch hinzu“, berichtet die Chorleiterin Heike Hastedt. „Das war etwas sehr Besonderes“, fanden auch die Jugendlichen. Vier Generationen musizierten im Lizeo, dem Veranstaltungssaal in Gernika, gemeinsam. „Im Anschluss durften alle an einer Nachfeier mit baskischen Spezialitäten und munteren Liedern und Tänzen teilnehmen“, erinnert sich die jüngste Sängerin, die mit 14 Jahren erstmals auf einer Auslandsreise der Jugendkantorei dabei war.
Nach dem Konzert im Theater begleitete die Jugendkantorie die zentrale Pfingstmesse in der Kirche Santa Maria gesanglich. Die Jugendlichen nahmen außerdem zahlreiche Angebote wahr, die sich mit der Geschichte und dem heutigen Leben in Gernika auseinandersetzten: Der Besuch des Friedensmuseums, der einen nachhaltigen Eindruck hinterließ, und die Stadtführung mit der Besichtigung des Versammlungshauses. Der historische Ort steht für die Einführung der weltweit ersten demokratischen Grundsätze.
Die Gruppe besuchte außerdem das Guggenheim Museum in Bilbao, wo sie vor den Museumsbesucherinnen und -besucher sangen. Außerdem unternahem sie eine 20 Kilometer lange Wanderung zur Halbinsel St. Juan de Gaztelugatxe, einem Drehort der Serie „Game of Thrones“.
Am vorletzten Tag der Reise besuchte die Gruppe ein Seniorenheim und sang dort mit dem Chor „Andra Mari Korala“ ein Konzert. In diesem Heim wohnen zwei hochbetagte Überlebende des Bombenangriffs auf Gernika am 26. April 1937 durch die deutsche Legion Condor.

