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Grundschule Würm setzt starkes Zeichen für Inklusion

Inklusionstag voller Begegnungen, Verständnis und gelebter Vielfalt

Lachen, Neugier und viele neue Erfahrungen prägten den Inklusionstag an der Grundschule Würm. Alle Klassenstufen der Schule beteiligten sich mit großer Begeisterung an den verschiedenen Mitmach-Stationen und setzten sich auf besondere Weise mit dem Thema Behinderung und Teilhabe auseinander. Ziel des Aktionstages war es, Berührungsängste abzubauen, Empathie zu fördern und den Kindern zu zeigen, dass Vielfalt die Gesellschaft bereichert. In Kooperation mit dem Badischen Blinden- und Sehbehindertenverein V.m.K. (BBSV) konnten die Schülerinnen und Schüler selbst erfahren, welche Herausforderungen Menschen mit Behinderungen im Alltag bewältigen. Beim Rollstuhl-Parcours lernten sie, wie anspruchsvoll selbst kurze Wege sein können. Beim Blindenstock-Training erlebten sie, wie wichtig Orientierung, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung sind. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch von Brigitte Schick vom Badischen Blinden- und Sehbehindertenverein. Mit viel Einfühlungsvermögen erklärte sie den Kindern die Brailleschrift und zeigte eindrucksvoll, wie blinde Menschen lesen und ihren Alltag gestalten. Große Begeisterung löste aus, dass jede Schülerin und jeder Schüler – von der ersten bis zur vierten Klasse – den eigenen Namen in Brailleschrift als Erinnerung mit nach Hause nehmen durfte.

Mohamed Zakzak, Inklusionsbeauftragter der Stadt Pforzheim betonte: „Inklusion beginnt nicht erst im Erwachsenenalter, sie beginnt bereits in der Grundschule. Kinder kennen zunächst keine Vorurteile. Sie begegnen anderen Menschen mit Offenheit und Neugier. Genau deshalb ist es so wichtig, ihnen frühzeitig Begegnungen mit Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen. Wenn Kinder gemeinsam lernen, spielen und erleben, wird Vielfalt selbstverständlich.“ Inklusion sei kein Projekt für einzelne Tage, sondern eine Haltung, die man als Gesellschaft jeden Tag leben müsse, so Zakzak. „Jeder Mensch soll dazugehören und die gleichen Chancen erhalten – unabhängig von einer Behinderung. Heute haben wir gesehen, wie schnell Verständnis entsteht, wenn man miteinander statt übereinander spricht.“

Der Inklusionstag wurde gemeinsam von der Schulleiterin Claudia Oppermann, der Klassenlehrerin Martina Walterspacher, Mohamed Zakzak sowie dem Badischen Blinden- und Sehbehindertenverein gestaltet. „Als Schule möchten wir unseren Schülerinnen und Schülern nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Werte. Respekt, gegenseitige Rücksichtnahme und die Wertschätzung von Vielfalt gehören zu unserem Bildungsauftrag. Der heutige Tag hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig praktische Erfahrungen sind. Die Kinder waren mit großer Freude dabei, haben viele Fragen gestellt und sind mit einem ganz neuen Blick auf das Thema Behinderung nach Hause gegangen. Solche Begegnungen stärken Empathie und das soziale Miteinander nachhaltig“, zog Schulleiterin Oppermann ein sehr positives Fazit des Tages. Für die Verantwortlichen war schnell erkennbar: Die Kinder gingen mit Offenheit, Neugier und großer Begeisterung an die einzelnen Stationen heran. Es wurde gelacht, ausprobiert, nachgefragt und miteinander gesprochen. Genau diese unmittelbaren Erfahrungen machen Inklusion greifbar und schaffen ein Verständnis, das weit über den heutigen Tag hinauswirkt.

Mit Blick auf die heutige Veranstaltung betonte Brigitte Schick: „Kinder begegnen dem Thema Blindheit mit einer beeindruckenden Offenheit. Sie möchten verstehen, ausprobieren und lernen. Genau diese Neugier macht solche Aktionstage so wertvoll. Wenn Kinder erleben, wie blinde Menschen lesen, sich orientieren und ihren Alltag gestalten, verschwinden Unsicherheiten ganz von allein. Besonders berührt hat mich heute die Freude der Kinder über ihre Namen in Brailleschrift. Diese kleinen Erlebnisse bleiben oft lange in Erinnerung und tragen dazu bei, dass Inklusion ganz selbstverständlich wird.“ Der Inklusionstag an der Grundschule Würm habe eindrucksvoll gezeigt, dass Inklusion durch Begegnung wachse. Wenn Kinder früh lernen, Unterschiede als Bereicherung wahrzunehmen, entstehe Respekt, Verständnis und ein selbstverständliches Miteinander, so die Verantwortlichen. Für sie ist klar: Inklusion beginnt in den Köpfen – und sie beginnt bereits in der Kindheit. Solche Projekte leisten einen wichtigen Beitrag zu einer offenen, vielfältigen und solidarischen Gesellschaft, in der jeder Mensch seinen Platz hat.