Gartenfreunde und Hobbygärtner können sich freuen: Der beliebte „Tag der offenen Gartentür“ findet infolge der hohen Besucherresonanz zum ersten Mal an vier aufeinanderfolgenden Sonntagen statt. Am 14. Juni, 21. Juni, 28. Juni und 5. Juli öffnen zahlreiche private Gärten mit ganz unterschiedlichen Gestaltungsschwerpunkten von 11 bis 17 Uhr ihre Türen für interessierte Personen.
Am Donnerstag fand die offizielle, landesweite Auftaktveranstaltung zum Tag der offenen Gartentür in Mühlacker im Garten von Marlis Maisel und Tracy Krüger statt. Die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der an der Aktion beteiligten Organisationen waren überwältigt von der Gestaltung des 1000 Quadratmeter großen Gartens. Das parkähnliche Grundstück, geprägt von einem alten Baumbestand, besteht aus einer Vielzahl unterschiedlichster Gartenbereiche auf mehreren Ebenen. Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste vom Duftgarten und den Beeten mit verschiedensten, weißblühenden Pflanzen. „Unser Garten ist für uns ein Ort der Inspiration, ein Ort, an dem wir kreativ sein können und der uns das ganze Jahr aktiv und fit hält und uns Freude und Erholung schenkt. Man kann sagen, er ist ein wahrer Lebensquell für uns“, schwärmen die Gartenbesitzer.
Der „Tag der offenen Gartentür“ wird landesweit vom Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg e.V. ausgelobt. In der Region organisiert der Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine Enzkreis/Pforzheim in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsamt des Enzkreises und der Stadt Pforzheim die Veranstaltung. In diesem Jahr sind in der Region 27 Gärten aller Art und damit so viele wie noch nie für die Öffentlichkeit zugänglich. Im landesweiten Vergleich kann die Region mit der mit Abstand größten Zahl an Teilnehmergärten aufwarten.
Für alle Gärten, die an den Aktionstagen geöffnet sein werden, gilt, dass diese normalerweise öffentlich nicht zugänglich sind. Oft verbergen sich eindrucksvolle Gartenparadiese hinter Hecken und Mauern – von ihren Eigentümern mit viel Herzblut gestaltet und gepflegt. Meist handelt es sich um Zier- und Naturgärten mit einer großen Pflanzenvielfalt, in denen Bäume, Sträucher, Stauden und Sommerblumen gekonnt und phantasievoll kombiniert wurden. Ergänzt werden diese Pflanzungen häufig durch Teiche, Bachläufe, Stützmauern, Sitzbereiche sowie durch dekorative Garten- und Kunstelemente. Vertreten sind aber auch klassische Bauern- und Nutzgärten, in denen Gemüse, Kräuter und Beerenobst angebaut wird.
Besonders geschätzt wird bei dieser Aktion der persönliche Austausch untereinander: Besucherinnen und Besucher können nicht nur die gärtnerischen Ergebnisse bewundern, sondern auch direkt mit den Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtnern ins Gespräch kommen. Dabei werden wertvolle Erfahrungen aus erster Hand weitergegeben – etwa Empfehlungen zu robusten Pflanzensorten, zur Kulturführung sowie zur Abwehr von Krankheiten und Schädlingen.
Auf der Internetseite des Landesverbandes (www.logl-bw.de) sind alle landesweit teilnehmenden Gärten mit umfangreichen Beschreibungen hinterlegt. Eine übersichtliche Tabelle mit den geöffneten Gärten im Enzkreis und in der Stadt Pforzheim ist auf der Homepage des Landratsamtes (www.enzkreis.de) und der Stadt Pforzheim (www.pforzheim.de) mit dem Suchbegriff „Tag der offenen Gartentür“ zu finden.
Die Veranstalter weisen darauf hin, dass das Betreten der Gärten auf eigene Gefahr erfolgt. Stufen, Steine, Trittsteine und Rasenpfade sind meist nicht barrierefrei und können bei feuchter Witterung rutschig sein. In Gärten mit Teichen werden Besucher mit Kindern gebeten, besonders aufmerksam zu sein.

