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Frank Fillbrunn bleibt Bürgermeister des Dezernats III

Im 2. Wahlgang mit 21 Stimmen gewählt

Frank Fillbrunn (links) nahm als wiedergewählter Bürgermeister die Glückwünsche von Oberbürgermeister Peter Boch entgegen.
Frank Fillbrunn (links) nahm als wiedergewählter Bürgermeister die Glückwünsche von Oberbürgermeister Peter Boch entgegen.
© Stadt PforzheimFoto: Ljiljana Berakovic
Der wiedergewählte Bürgermeister Frank Fillbrunn (Zweiter von links) steht im Kreise seiner Kollegen, Oberbürgermeister Peter Boch (links), Erstem Bürgermeister Dirk Büscher (rechts) und Bürgermeister Tobias Volle.
Der wiedergewählte Bürgermeister Frank Fillbrunn (Zweiter von links) im Kreise seiner Kollegen, Oberbürgermeister Peter Boch (links), Erstem Bürgermeister Dirk Büscher (rechts) und Bürgermeister Tobias Volle.
© Stadt PforzheimFoto: Ljiljana Berakovic

Frank Fillbrunn ist mit 21 Stimmen im 2. Wahlgang zum Bürgermeister für die Bereiche Bildung, Soziales, Sport sowie das Jobcenter Pforzheim wiedergewählt worden. In seiner Bewerbungsrede verwies Frank Fillbrunn auf die Erfolge seiner ersten Amtszeit: Man habe in den vergangenen acht Jahren unter anderem 1.000 Kita-Plätze geschaffen und in zwei bis drei Jahren werde es in diesem Bereich keine fehlenden Plätze mehr geben. „Dazu haben wir es geschafft, in einem umkämpften Markt ausreichend qualifiziertes Personal zu bekommen. Damit ist ein weitgehend stabiler Betrieb in unseren Kinderbetreuungseinrichtungen möglich.“ Genauso habe man einen erfolgreichen Einstieg in die Ganztagsbetreuung geschafft und werde dort innerhalb der nächsten sechs Jahre eine volle Bedarfsdeckung erreichen. Der Schulbau, so Fillbrunn, sei ebenfalls lange eine offene Wunde gewesen. „Doch dieser Stillstand ist vorbei“, betonte der Sozialbürgermeister und verwies auf die Planungen zum Buckenberg-Campus, zur Karl-Friedrich-Schule und zum Insel-Campus. 

Was ihn auszeichne, so Fillbrunn weiter, sei „ein klarer Blick von jemandem, der acht Jahre gelernt hat, wie diese Stadt funktioniert und wie er sie noch besser machen kann“. Dies gelte auch für die Förderung der Sportvereine. „Diese Förderung ist inzwischen auf einem deutlich höheren Niveau als noch vor acht Jahren“, betonte Fillbrunn. Das merkten die Vereine und die vielen Ehrenamtlichen. Klar sei aber auch: „Wir brauchen mehr Sportflächen, und das gehen wir gerade gemeinsam mit den Ämtern des Dezernats II an.“ Dennoch sei man auch vorbereitet auf die schwieriger werdende Finanzlage der Kommunen. So entwickelten alle Ämter des Dezernats III momentan Einsparoptionen für verschiedene finanzielle Lagen. Dennoch gebe es dabei für ihn, so Fillbrunn, immer einen klaren Kompass: „Die Menschen, die die Hilfe am meisten brauchen, dürfen nicht im Stich gelassen werden.“

Oberbürgermeister Peter Boch gratulierte Frank Fillbrunn zur erfolgreichen Wahl und betonte: „Herzlichen Glückwunsch, ich freue mich auf die zukünftigen Jahre mit dir auf der Bürgermeisterbank und auf die gemeinsame Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt.“ Fillbrunn bedankte sich beim Gemeinderat für seine Wahl und erklärte: „Ich danke herzlich für das Vertrauen, das sie mir geschenkt haben. Ich bedanke mich ausdrücklich bei Herrn Hülsmann für die hervorragende Zusammenarbeit in den vergangenen acht Jahren. Mein Dank gilt in diesem Hinblick auch Frau Langer.“

Im zweiten Wahlgang hatte sich Frank Fillbrunn mit 21 Stimmen gegen Joachim Hülsmann (18 Stimmen) durchgesetzt. Im ersten Wahlgang hatte Frank Fillbrunn 18 Stimmen auf sich vereinigt, Katrin Langer konnte dort 4 Stimmen erzielen, Joachim Hülsmann erhielt 17 Stimmen. Alexander Germann erhielt keine Stimme.

Frank Fillbrunn blickt auf eine lange Führungs- sowie Verwaltungserfahrung in Spitzenpositionen der Kommunalpolitik zurück. So war der studierte Rechtsanwalt von 1992 bis 2000 Amtsleiter für Recht, Sicherheit, Ordnung und Umwelt bei der Stadtverwaltung Velten und ab 1997 darüber hinaus stellvertretender Bürgermeister. Danach wurde er zum Bürgermeister der Stadt Walsrode gewählt und bekleidete das Amt sechs Jahre lang bis 2006. Von 2006 bis 2008 war Fillbrunn schließlich Consultant für Dezentralisierung und Verwaltungsmodernisierung. Bis 2010 bekleidete Frank Fillbrunn dann den Posten als Erster Beigeordneter und Kämmerer der Stadt Borken, bevor er von 2010 bis 2018 Beigeordneter und Sozialdezernent des Landkreises Uckermark wurde. Seit September 2018 ist Frank Fillbrunn Bürgermeister des Dezernats III in Pforzheim.