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Bürgermeister Fillbrunn empfängt Schülergruppe aus Tschenstochau

Austausch Tschenstochau – Goldschmiedeschule in Pforzheim

Eine Gruppe von Personen steht vor einer Wand, an der Bilder hängen.
(von links nach rechts, erste Reihe): Rob Barneveld, Lehrer der Goldschmiedeschule, Schulbürgermeister Frank Fillbrunn, Aleksandra Rybak und Monika Marczyk, Lehrerinnen aus Tschenstochau. Ganz rechts: Susanne Schreck, Städtepartnerschaftskoordinatorin der Stadt Pforzheim, gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus Pforzheim und Tschenstochau.
© Stadt PforzheimFoto: Emma Teuscher

Vom 28. September bis 7. Oktober sind etwa zehn Schülerinnen und Schüler aus Tschenstochau zu Gast in Pforzheim. Seit rund 20 Jahren pflegt die Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule Pforzheim eine enge Partnerschaft mit dem Kunstschulzentrum Zespół Szkół Plastycznych in der polnischen Partnerstadt Tschenstochau. Dieser Austausch vereint Goldschmiedekunst mit Grafik und Keramik, traditionelle Handwerkstechniken mit digitaler Gestaltung und unterschiedliche künstlerische Perspektiven.

„Unsere Partnerschaft mit Tschenstochau zeigt, wie bereichernd es ist, wenn junge Menschen ihre fachlichen Erfahrungen und kreativen Ideen über Grenzen hinweg miteinander teilen. Die Schülerinnen und Schüler aus Tschenstochau bringen besondere Kompetenzen aus der künstlerischen Ausbildung mit, die unsere Goldschmiedeschule um neue Perspektiven bereichern. Dieser Austausch ist deshalb nicht nur ein Kennenlernen unserer Partnerstadt, sondern vor allem ein gemeinsames Lernen voneinander“, sagt Bürgermeister Frank Fillbrunn, der die Gruppe am 30. September im Neuen Rathaus offiziell empfing.

Beide Städte teilen eine besondere Affinität zu Kunst, Gestaltung und kreativem Handwerk. Pforzheim ist als Goldstadt international für Schmuck und Design bekannt. Die Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule verbindet diese lange Tradition mit modernen Ausbildungsinhalten und Technologien. Tschenstochau wiederum verfügt über eine vielfältige Kunstszene und eine traditionsreiche künstlerische Ausbildung. Das Zespół Szkół Plastycznych bildet unter anderem in den Bereichen Grafik, Goldschmiedekunst und Keramik aus. Kunst im öffentlichen Raum, großflächige Wandmalereien und zeitgenössische Gestaltung prägen das Stadtbild und machen Tschenstochau zu einem inspirierenden Umfeld für junge Künstlerinnen und Künstler.

Gerade diese Gemeinsamkeiten und unterschiedlichen Schwerpunkte machen den Austausch für beide Seiten wertvoll. Die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte bringen eigene Gestaltungsideen und handwerkliche Erfahrungen mit und lernen zugleich neue Techniken und Arbeitsweisen kennen. Bei gemeinsamen Projekten geht es unter anderem um Goldschmiedetechniken, Keramik, Gießtechnik, CAD-gestützte Gestaltung und 3D-Druck. Dabei entstehen nicht nur gemeinsame Arbeiten, sondern auch neue Impulse für die eigene künstlerische und fachliche Entwicklung.

Neben der fachlichen Zusammenarbeit steht das persönliche Kennenlernen im Mittelpunkt des Aufenthalts. Gemeinsame Unternehmungen und die Erkundung Pforzheims geben den polnischen Gästen Einblicke in die Goldstadt und ihre Verbindung von Schmuck, Design, Handwerk und Industrie. Zugleich lernen die Jugendlichen aus Pforzheim ihre Partnerstadt und deren besondere Kunst- und Gestaltungstradition bei den gegenseitigen Besuchen kennen.

Unterstützt wird die Schulpartnerschaft durch die Abteilung Europa und Städtepartnerschaften der Stadt Pforzheim. Über zwei Jahrzehnte sind so zahlreiche Schüler- und Lehreraustausche, gemeinsame Projekte und persönliche Freundschaften entstanden. Die Partnerschaft zwischen den beiden Schulen ist damit ein fester Bestandteil der Städteverbindung zwischen Pforzheim und Tschenstochau und verbindet europäische Begegnung mit fachlichem und kreativem Lernen.