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Amphibienschutzaktion 2026 beginnt

Frösche, Kröten und Molche wandern wieder

Auch in diesem Jahr findet wieder eine Amphibienschutzaktion zugunsten von Fröschen, Kröten, Molchen und Salamandern statt. Ziel es ist, die Tiere im Frühjahr auf der Wanderschaft zu ihren Laichgewässern zu schützen. Um gleichzeitig die Verkehrssicherheit nicht zu beeinträchtigen, richtet das Amt für Umweltschutz im Zeitraum von Februar bis April deshalb zeitweise sowie stellenweise durchgehend Geschwindigkeitsbegrenzungen mit Tempo 30 im Stadtgebiet ein. Die Begrenzungen gelten von 17.30 Uhr bis 7 Uhr und werden durch das Warnzeichen „Amphibienwanderung“ (Krötensymbol) ergänzt. Außerdem werden an vielen Straßen entsprechende Schutzzäune errichtet, um die Tiere vor dem Verkehr zu schützen. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sammeln die Tiere dann meist früh morgens oder später am Abend entlang der Zäune ein und tragen sie auf die andere Straßenseite. Von dort aus können die Amphibien ihre Wanderschaft zum Laichgewässer fortsetzen.

Davon betroffen sind die folgenden Straßenabschnitte:

  • Kanzlerstraße zwischen Einmündung Straße „An der Schindersklamm“ und Wasserwerk Friedrichsberg
  • Straße „An der Schindersklamm“ ab Ortsausgang Mäuerach bis Einmündung Kanzlerstraße
  • Klingenstraße von der Einmündung Kirschenpfad bis zum Beginn des Gewerbegebietes Klingenstraße
  • Würmstraße in Huchenfeld (K 9805) zwischen Einmündung Unterer Hardtweg und Einfahrt zur ehemaligen Erddeponie.
  • Kirschenpfad im Bereich Seehaus am Beginn des Amphibienschutzzauns vor der Zufahrt zum Seehaus-Parkplatz.

Außerdem sind folgende Straßen bis einschließlich Donnerstag, 30. April vollständig gesperrt:

  • Eutinger Sträßchen zwischen Seehaus und Wurmberger Straße ab der Abzweigung zur Lettenbrunnenhütte (auch tagsüber)
  • Der Waldweg in Büchenbronn, direkt westlich der Gaststätte Herrmannsee – witterungsabhängig in der Zeit von 17.30 Uhr und 7 Uhr
  • Im Bereich Krebspfad der Erschließungsweg mit der Flurstücksnummer 4791 zwischen den Flurstücken 4846/4724 und 4714 am Regenrückhaltebecken der Autobahn BAB 8.  

Zusätzliche Warnschilder stehen an den von Amphibien stärker frequentierten Straßen, beispielsweise am Rennbachweg in Eutingen, im Herrenstriet. 

An der Amphibienschutzaktion in Pforzheim beteiligen sich neben dem örtlichen Naturschutzbund Deutschland (NABU) wieder verschiedene städtische Ämter und viele Einzelpersonen. Wie in den vergangenen Jahren wird sie vom Amt für Umweltschutz der Stadt Pforzheim zusammen mit dem NABU Pforzheim-Enzkreis koordiniert. 

Hintergrund

Nach einem erneut ungewöhnlich milden Winter steigen die Temperaturen in den Böden und Winterverstecken der heimischen Amphibien relativ schnell an. Sobald die Abend- und Nachttemperaturen bei mindestens plus fünf Grad Celsius liegen, genügend Feuchtigkeit vorhanden ist und die Böden wieder vollständig aufgetaut sind, werden die Amphibien wieder aktiv. Sie erwachen allmählich aus ihrer Winterstarre und begeben sich auf ihre alljährliche, zum Teil mehrere Kilometer lange Wanderschaft zu ihren Laichgewässern. Gerade in dieser Zeit kann es passieren, dass sich die Wege der Amphibien mit den Straßen kreuzen. Wichtige Laichgewässer im Stadtkreis Pforzheim sind beispielsweise im Enzauenpark, der Seehaus-See und der Herrmannsee. Aber auch viele kleine Bachläufe und Tümpel sind das Ziel kleinerer Wandergruppen. Da die Tiere in der Regel auf ihre angestammten Laichgewässer geprägt sind, wandern sie nur in bestimmten, sogenannten Korridoren dorthin. Sind in diesen Wanderkorridoren Straßen gebaut worden, führt dies zwangsläufig zu Konflikten: Viele Tiere werden überfahren oder durch den Unterdruck von schnell vorbeifahrenden Fahrzeugen tödlich verletzt. Da ihre Bestände nahezu überall stetig zurückgehen, ist der Schutz der Tiere umso wichtiger.

Weitere Informationen finden Interessierte unter folgendem Link: https://www.pforzheim.de/stadt/umwelt-natur/naturschutz/artenschutz/amphibien/amphibienschutzaktion

Alle, die bei Schutzaktionen helfen möchten, können sich telefonisch beim Amt für Umweltschutz (Telefonnummer: 07231-39-2000) oder beim NABU Pforzheim-Enzkreis (Telefonnummer: 07231-4550045 (Gerold Vitzthum)) melden. Helferinnen und Helfer werden immer dringend gesucht.