Die Stadt Pforzheim treibt den Ausbau ihres Betreuungsangebots konsequent voran: Die bestehende Kindertagesstätte in der Habsburgerstraße 16 wird erweitert und künftig Platz für insgesamt zehn Gruppen bieten. Auf dem Nachbargrundstück entsteht hierfür ein moderner Neubau in Holzbauweise. Damit reagiert die Stadt auf den hohen Bedarf an Betreuungsplätzen und setzt zugleich ein Zeichen für nachhaltiges Bauen. Die vorbereitenden Arbeiten auf dem Baugelände – darunter Baumfällungen im Herbst dieses Jahres – sind bereits erfolgt. Im März 2026 beginnen die Erd- und Rohbauarbeiten, gefolgt vom Aufbau des Holzbaus in vorgefertigter Bauweise. Bis Ende 2026 soll der Rohbau stehen, der Innenausbau ist bis Herbst 2027 vorgesehen. Danach ziehen die Kinder und das pädagogische Team in den Neubau um. Anschließend werden im Bestandsgebäude Anpassungen vorgenommen, bevor im Frühjahr 2028 die gesamte Einrichtung mit zehn Gruppen in Betrieb gehen kann.
„Mit der Erweiterung der Kita Habsburgerstraße schaffen wir nicht nur dringend benötigte Kapazitäten, sondern realisieren zugleich ein hochwertiges, zukunftsfähiges Gebäude. Der Neubau in Holz-Hybrid-Bauweise verbindet nachhaltige Architektur, hohe Energieeffizienz und moderne Funktionsräume zu einem modernen Gesamtpaket“, betont Baubürgermeister Tobias Volle. Die bestehende Einrichtung umfasst derzeit fünf Gruppen – vier Kindergartengruppen für Kinder von drei bis sechs Jahren und eine Krippengruppe für Kinder unter drei Jahren. Nach Abschluss der Erweiterung werden dort insgesamt zehn Gruppen mit rund 170 Betreuungsplätzen zur Verfügung stehen. Dies bedeutet drei zusätzliche Kindergartengruppen Ü3 mit circa 60 Kindern und zwei zusätzliche Krippen-Gruppen U3 mit circa 20 Kindern. „Mit der Erweiterung schaffen wir aber nicht nur zusätzliche Betreuungsplätze, sondern vor allem auch eine moderne Umgebung, die Kindern vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet und die pädagogische Arbeit dauerhaft stärkt. Gleichzeitig geben wir Familien in der Nordstadt mehr Verlässlichkeit und unterstützen sie bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, erklärt Sozialbürgermeister Frank Fillbrunn.
Der zweigeschossige Neubau entsteht in nachhaltiger Holz-Hybrid-Bauweise und erfüllt den energetischen Standard „Effizienzhaus 40 EE“. Das bedeutet: Mindestens 65 Prozent der für die Wärme- und Kälteversorgung des Hauses erforderlichen Energien erfolgen über erneuerbare Energien – unter anderem über eine Wärmepumpe und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Um die Verkehrssituation an der Einrichtung zu verbessern, wird außerdem die Karl-Bührer-Straße verbreitert. Ergänzend entstehen eine Parkbucht und zusätzliche Stellplätze, um das Hol- und Bringkonzept unterstützen. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 9,5 Millionen Euro. Finanziert wird die Maßnahme aus städtischen Mitteln.