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Rusalka

Lyrisches Märchen in drei Akten von ­Antonín Dvořák | Libretto von Jaroslav Kvapil als Zusammenstellung der Erzählungen „Undine“ von Friedrich de la Motte Fouqué und „Die kleine Meerjungfrau“ von Hans Christian Andersen

Alles beginnt verheißungsvoll: Die Nixe Rusalka verliebt sich in einen Prinzen, und auch er fühlt sich zu ihr hingezogen. Doch ihr Vater, der Wassermann, warnt sie vor der wankelmütigen Menschenwelt. Im Tausch für ihre Stimme erhält Rusalka von der Hexe Ježibaba eine menschliche Gestalt. Um allerdings eine menschliche Seele zu gewinnen, muss sie der Prinz bedingungslos lieben. Verlässt er sie, trifft ­Rusalka ein Fluch! Was als märchenhafte Liebesgeschichte beginnt, entwickelt sich zu einer Tragödie über das Scheitern an Grenzen und Konventionen und die unheilvolle Obsession einer unerwiderten Liebe. Zwei Welten, verkörpert in zwei Wesen, ziehen sich an, können aber nicht zusammenkommen: Sie zerstören sich gegenseitig. 

Das Libretto Kvapils verbindet geschickt Märchenhaftes mit Symbolistischem, und Dvořák schuf durch die Leitmotivtechnik eine Klangwelt, die Natur, Magie und Melancholie meisterhaft vereint. Der raffiniert instrumentierte Orchesterpart fließt sanft und geheimnisvoll wie das Wasser selbst, mal zart und melancholisch, mal dramatisch und aufwühlend. Wagners expressive Harmonik verbindet Dvořák mit seiner unver­-
wechselbaren eigenen Rhythmik und Melodik. Rusalkas „Lied an den Mond“ zählt zu den schönsten Arien der Opernliteratur.

Weitere Infos

Besetzung 

Musikalische Leitung Daniel Inbal 
Inszenierung und Ausstattung 
Kai Anne Schuhmacher
Dramaturgie Carlo Mertens