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Leonce und Lena

Lustspiel von Georg Büchner

„Warum schlägt man einen Nagel durch zwei Hände, die sich nicht suchten?“ Zwei Königskinder, Prinz Leonce aus dem Reiche Popo und Prinzessin Lena von Pipi, fliehen vor einer standesgemäß arrangierten Ehe, weil sie der Langeweile entkommen und ihr Leben selbst bestimmen wollen. Und sie landen – zufällig oder schicksalhaft – doch in den Armen der oder des Anderen. Können sie den ihnen zugewiesenen gesellschaftlichen Rollen überhaupt entkommen?

In Georg Büchners schein-romantischem Lustspiel „Leonce und Lena“ treffen Weltschmerz auf Sprachwitz, Märchen auf Melancholie und Poesie auf Pop(o). Hinter der Maske der Komödie zeichnet der gescheiterte und ernüchterte Revolutionär Büchner mit satirischer Feder eine Gesellschaft ohne Fortschritt, Perspektive oder Utopie, in der aus Überdruss Sandkörner gezählt oder Steine bespuckt werden, während die Herrschenden ihre politischen Aufgaben und Untertanen schlicht vergessen. Da hilft auch ein Erinnerungs-Knopf im Schnupftuch nichts! Am Ende verspricht Leonce: „Wir lassen alle Uhren zerschlagen, alle Kalender verbieten und zählen Stunden und Monden nur nach der Blumenuhr, nur nach Blüte und Frucht.“ Wird es die junge Generation zum Besseren richten?

Weitere Infos

Besetzung

König Peter vom Reiche Popo Markus Löchner
Prinz Leonce, sein Sohn Henning Grimpe
Prinzessin Lena vom Reiche Pipi Leonie Jacobs
Valerio Bernhard Meindl
Die Gouvernante Michaela Fent 
Rosetta / Diener Tabea Mewis 
Der Präsident Andreas C. Meyer 
Der Hofmeister Max Ranft 
Der Zeremonienmeister Lukas Coleselli

Inszenierung Tom-Henry Löwenstrom
Ausstattung Esther Bätschmann
Musik Till Weiler und Leonie Loredana Requardt

Lichtdesign Michael Borowski
Dramaturgie Andreas Frane
Theaterpädagogik Meike Anna Stock