Studium Generale: Prof. Dr. Bernhard Pörksen
Zeitenwende – über die neue Medienwirklichkeit, den digitalen Feudalismus und das Silicon Valley
Die Vernetzung der Welt – nach der Erfindung von Schrift und Buchdruck die dritte große Kommunikationsrevolution der Menschheitsgeschichte – hat gigantische Vorteile. Aber: Unter den aktuellen Medienbedingungen kehrt eine Art von Feudalherrschaft zurück, ein digitaler Feudalismus, geprägt von einem neuartigen Zusammenspiel von Ideologie und Medientechnologie, getarnt als Big-Tech-Vision. Der digitale Feudalismus, so zeigt der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen in seiner aufrüttelnden Rede, schreibt die Gesetze der Kommunikation noch einmal neu und ist geeignet, den Markplatz der Ideen zu zerstören. Eben deshalb braucht es eine entschiedene Bildungsanstrengung auf dem Weg zu mehr Medienmündigkeit, eine breite gesellschaftliche Wertedebatte und die behutsame Regulierung von sozialen Medien.
