Am Dienstag, 28. April 2026, eröffnete Oberbürgermeister Peter Boch feierlich die Ausstellung „#EU-Women – Frauen bewegen Europa“ in der Stadtbibliothek (Deimlingstraße 12, 75175 Pforzheim). Von Dienstag, 28. April, bis Samstag, 9. Mai 2026, wird die Ausstellung im Foyer der Stadtbibliothek Pforzheim gezeigt. Dabei steht die Frage im Vordergrund: Wer gestaltet das moderne Europa und wer legte den Grundstein dafür? Oft sind die weiblichen Stimmen in der Geschichtsschreibung weniger präsent als die männlichen. Die Wanderausstellung bricht dieses Muster auf.
In seiner Begrüßung betone der Oberbürgermeister die Wichtigkeit von Gleichberechtigung für die Demokratie, da diese nur repräsentativ sei, wenn Frauen politisch mitentscheiden. „Es mangelt nicht an qualifizierten und engagierten Frauen. Entscheidend ist vielmehr, die strukturellen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass ihr politisches Engagement möglich wird, Anerkennung findet und sichtbar ist. Die Ausstellung „EU Women“ schlägt hier eine wunderbare Brücke: Sie macht sichtbar, wie Frauen in Europa – in Parlamenten, in Institutionen, in Bewegungen – Verantwortung übernehmen, gestalten, debattieren und damit nicht nur Politik, sondern Gesellschaft verändern,“ so der Rathauschef.
Die Europabeauftragte Anna-Lena Beilschmidt und die Gleichstellungsbeauftragte Lea Niewerth, die die Ausstellung nach Pforzheim geholte haben, vertieften in ihrem gemeinsamen Grußwort die in der Ausstellung aufgegriffenen Themen. So hob Beilschmidt die Bedeutung der kommunalen Europaarbeit hervor, denn sie sei ein Garant für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Freiheit, Gleichstellung und Vielfalt. Niewerth hingegen erklärte, dass die Forderung nach mehr Frauen in Politik nicht ausreiche, sondern viel mehr strukturelle Hürden abgebaut werden müssen.
Es folgte ein Impulsvortrag von Dr. Lana Mayer, Leiterin von EUROPE DIRECT Stuttgart. Sie beleuchtete aktuelle politische Entwicklungen aus geschlechtergerechter Perspektive. Im Anschluss bot eine geführte Tour tiefere Einblicke in die Ausstellungsinhalte. Bei Getränken und Fingerfood bestand die Möglichkeit zum persönlichen Austausch.
Die Ausstellung
„#EUWomen – Frauen bewegen Europa“ zeichnet den Weg von den Pionierinnen der europäischen Einigung bis hin zu heutigen Politikerinnen und Aktivistinnen nach. Dabei geht es nicht nur um den Blick in die Vergangenheit, sondern um eine ehrliche Bestandsaufnahme: Welche Chancen haben Frauen heute, europäische Politik entscheidend mitzubestimmen? Und welche strukturellen Hürden müssen noch überwunden werden, um Gleichstellung zur Selbstverständlichkeit zu machen?
Hintergrund
Für die Stadt Pforzheim ist diese Ausstellung Ausdruck einer klaren politischen Linie. Als Unterzeichnerin der „Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene“ setzt Pforzheim auf konkrete Maßnahmen zur politischen Teilhabe und zur Förderung der Gleichberechtigung innerhalb der Stadtgesellschaft.
#EUWomen
„#EUWomen“ wurde von der Europaabteilung der Freien Hansestadt Bremen konzipiert und mit Unterstützung der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland realisiert. Die Stadt Pforzheim bedankt sich bei beiden Institutionen für die Bereitstellung der Wanderausstellung.
