Große Auszeichnung für die Stadt Pforzheim: Das Projekt „Was wird aus unserem Park?“ zur Neugestaltung des Parks „Alter Friedhof | Ehemalige Stadtgärtnerei“ wurde mit dem Staatsanzeiger Award in der Kategorie Bürgerbeteiligung ausgezeichnet. Insgesamt hatten sich 54 Projekte in dieser Kategorie beworben. Bürgermeister Frank Fillbrunn und Susanne Wacker, Beauftrage für Bürgerbeteiligung der Stadt Pforzheim, nahmen den Preis am Donnerstag, 19. März, im Alten Schloss Stuttgart entgegen.
Mit dem Projekt ist es der Stadt gelungen, die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig und auf vielfältige Weise in die Planung einzubeziehen. Ziel des Projekts: den rund 2,4 Hektar großen Park in der Oststadt klimafreundlich umzugestalten und gleichzeitig die Bedürfnisse der Menschen vor Ort zu berücksichtigen. „Diese Auszeichnung freut uns sehr. Sie zeigt, wie wichtig es ist, Bürgerinnen und Bürger von Anfang an einzubeziehen und ihre Ideen ernst zu nehmen“, so Sozialbürgermeister Fillbrunn. „Der neue Park ist ein Gemeinschaftsprojekt – entstanden aus vielen guten Ideen aus der Bürgerschaft.“
Der Beteiligungsprozess war mehrstufig angelegt: Ein Bürgerrat mit zufällig ausgewählten Anwohnerinnen und Anwohnern entwickelte erste Vorschläge. Diese wurden in einem offenen Bürgertreff weiter diskutiert. Ergänzt wurde der Prozess durch eine Onlinebeteiligung sowie spezielle Angebote für Jugendliche. Auch direkte Gespräche vor Ort spielten eine wichtige Rolle, um möglichst viele Menschen zu erreichen.
Ein besonderer Erfolg des Projekts ist das nachhaltige Engagement vor Ort. Aus dem Beteiligungsprozess heraus entstand die Initiative „Lebenswerte Oststadt“, die sich weiterhin aktiv in die Entwicklung des Stadtteils einbringt. „Dieser Preis gehört auch den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit ihren Ideen, ihrer Zeit und ihrem Engagement eingebracht haben. Ohne sie wäre dieses Projekt mit den tollen Resultaten nicht möglich gewesen“, so Susanne Wacker.
Die Ergebnisse der Beteiligung sind bereits in die Planungen eingeflossen. Der Umbau des Parks hat begonnen, die Fertigstellung ist bis Ende 2026 vorgesehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Jury insbesondere die frühe Einbindung der Bürgerschaft, die vielfältigen Beteiligungsformate und die nachhaltige Wirkung des Projekts.
