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„Respektvoller“ Bürgeraustausch über den möglichen „Neubau Campus Buckenberg“

Rund 150 Bürger informieren sich über Neubaupläne

Die vier Dezernenten beantworten die Fragen aus dem Publikum.
© Stadt PforzheimFoto: Ljiljana Berakovic
Oberbürgermeister Peter Boch (r.) und Landrat Bastian Rosenau (Mitte) begrüßen die Gäste. links im Bild: Moderator Hans Gölz-Eisinger.
© Stadt PforzheimFoto: Ljiljana Berakovic
Baubürgermeister Tobias Volle stellt die Machbarkeitsprüfung vor.
© Stadt PforzheimFoto: Ljiljana Berakovic

Am Freitag, dem 23. Oktober, versammelten sich etwa 150 Bürger im Bürgerhaus Buckenberg-Haidach, um sich über den „Neubau Campus Buckenberg“ zu informieren. Die Stadt Pforzheim und der Enzkreis stellten ihre aktuellen Überlegungen vor und beantworteten Fragen. Im Mittelpunkt der von Pfarrer Hans Gölz-Eisinger moderierten Veranstaltung standen unter anderem die Themen Standortwahl, Schulentwicklung, Machbarkeit, Verkehr, Parksituation und Finanzierung. In ihrer Begrüßung betonten Oberbürgermeister Peter Boch und Landrat Bastian Rosenau dabei, dass der Bürgeraustausch vor Beginn konkreter Planungen stattfinde und das Projekt bislang „nicht in Stein gemeißelt“ sei. Insgesamt verlief die Veranstaltung aus Sicht von Stadt und Enzkreis in sachlicher und respektvoller Atmosphäre.

Worum geht es bei dem Projekt genau? Im Rahmen eines gemeinsamen Campus könnten die Gustav-Heinemann-Schule, die Bohrainschule und die Buckenbergschule an einem Standort zusammengeführt werden und so rund 910 Schülerinnen und Schülern Platz bieten. Damit wäre der Raumbedarf der drei Schulen weitgehend gedeckt. Eine Konzeptstudie stuft das Vorhaben an dem Standort als machbar ein. Die bisherigen Gebäude der Buckenbergschule sollen mit Ausnahme der Sporthalle erhalten bleiben, die beiden anderen Schulen würden daneben, auf dem sogenannten „Franzosen-Sportplatz“, neu gebaut.

Während der Veranstaltung stellten die Schulleitungen Tina Meduri, Nadine Castellano und Daniel Heintzmann ihre Schulen vor und betonten die langjährige Zusammenarbeit. Bereits seit 2013 lernen Schülerinnen und Schüler der Bohrainschule und der Buckenbergschule teilweise gemeinsam, 6 Klassen der Bohrainschule befinden sich schon auf dem Schulgelände. Aber auch mit der Gustav-Heinemann-Schule gibt es schon lange Kooperationen: so zum Beispiel seit 2012 im Rahmen des Solarkocherprojekts, mit dem Jugendliche auf das Berufsleben vorbereitet werden. Im Rahmen eines gemeinsamen Campus könnte diese Zusammenarbeit weiter gestärkt werden.

Die Bürgermeister Frank Fillbrunn und Tobias Volle sowie die Erste Landesbeamtin Dr. Hilde Neidhart und der Schuldezernent des Enzkreises, Frank Stephan, erläuterten den aktuellen Stand des Projekts und gingen dabei auf die verschiedenen Unterthemen ein. In der anschließenden Fragerunde äußerten mehrere Gäste die Sorge, dass der Neubau den Parkdruck im Umfeld verstärken könnte. Baubürgermeister Volle verwies auf eine geplante Tiefgarage, in der Lehrkräfte und Eltern parken könnten. Außerhalb der Schulzeiten könne sie auch Anwohnern offenstehen. Das erwartete zusätzliche Verkehrsaufkommen sei ein zentraler Punkt der weiteren Planung. Weitere Fragen betrafen die Finanzierung. Sozialbürgermeister Fillbrunn und Finanzdezernent Frank Stephan betonten, dass die öffentliche Hand mit dem Vorhaben in die Zukunft der Kinder investiere. Für den Bau setzen Stadt und Enzkreis auch auf Fördermittel des Landes.

Die Bürgerveranstaltung endete nach gut zwei Stunden intensiven Austauschs.