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Neujahrsempfang 2026 unter dem Motto „Pforzheim baut Zukunft“

OB Peter Boch ruft dazu auf, gemeinsam an Pforzheim zu glauben

Auf dem Bild ist Oberbürgermeister Peter Boch bei seiner Rede auf dem Neujahrsempfang zu sehen.
Gemeinsam mit rund 1.500 Gästen hat Oberbürgermeister Peter Boch beim diesjährigen Neujahrsempfang im CongressCentrum Pforzheim (CCP) auf die Erfolge und Herausforderungen des vergangenen sowie die Ziele des noch jungen Jahres geblickt.
© Stadt PforzheimFoto: Ljiljana Berakovic
Oberbürgermeister Peter Boch verleiht Daniela Vogel im Rahmen des Neujahresempfangs 2026 die Bürgermedaille der Stadt Pforzheim.
Oberbürgermeister Peter Boch verleiht Daniela Vogel im Rahmen des Neujahresempfangs 2026 die Bürgermedaille der Stadt Pforzheim.
© Stadt PforzheimFoto: Ljiljana Berakovic

Gemeinsam mit rund 1.500 Gästen hat Oberbürgermeister Peter Boch beim diesjährigen Neujahrsempfang im CongressCentrum Pforzheim (CCP) auf die Erfolge und Herausforderungen des vergangenen sowie die Ziele des noch jungen Jahres geblickt. Unter dem Motto „Pforzheim baut Zukunft“ thematisierte Boch zentrale Handlungsfelder, die die Stadt im vergangenen Jahr geprägt haben und auch im Jahr 2026 weiter bestimmen werden. Im Mittelpunkt seiner Ansprache stand unter anderem der im Dezember verabschiedete Doppelhaushalt. Damit habe man keinen Nothaushalt, sondern einen „mutigen Zukunftshaushalt“ beschlossen, der Investitionen ermögliche und mit dem die Stadt konsequent weiterentwickelt werde, betonte Boch in seiner Neujahrsansprache.

Deutliche Fortschritte wurden im vergangenen Jahr auch im Hinblick auf die Bäderlandschaft der Goldstadt erzielt: So konnten unter anderem das neue Stadtteilbad in Huchenfeld eröffnet und der Spatenstich für das Panoramabad auf dem Wartberg gefeiert werden. Darüber hinaus blickte der Rathauschef in seiner Rede auf die voranschreitende Entwicklung der Innenstadt: Das erste Gebäude der Schlossberghöfe ist fertig „und jetzt geht es weiter“. Das Großprojekt betreffe dabei nicht nur den östlichen Teil der Fußgängerzone, sondern habe „ganz erheblichen Einfluss auf andere Investitionen in unserer Innenstadt“, so Boch.

Einen weiteren wichtigen Grundstein für die Attraktivierung der Innenstadt wurde im letzten Jahr bereits beim neuen Sozialrathaus samt Supermarkt gelegt, wo der Rückbau des alten Sinn-Leffers-Gebäudes begonnen hat. Und auch auf dem Areal der Inselschule baue Pforzheim Zukunft, sagte der Oberbürgermeister. „Der Insel-Campus ist das größte Bildungsinfrastrukturprojekt, das es jemals in Pforzheim gegeben hat“, rief er den anwesenden Gästen zu. Damit werde die Investitionsoffensive in Bildung und Betreuung konsequent fortgesetzt, so Boch weiter. „Bis 2030 wollen wir in diesem Bereich 40 Millionen Euro investieren.“ Entstehen werden unter anderem neue Kitas in Büchenbronn sowie Hohenwart und die Schulkindbetreuung und Bildungseinrichtungen in Würm, Eutingen und Huchenfeld werden weiter ausgebaut.

Einen wichtigen Teil zur Stadtentwicklung würden auch private Initiativen beitragen, so der Oberbürgermeister weiter. Er hob dabei unter anderem den Neubau des Eingangsbereichs des Wildparks hervor. Außerdem betonte er in diesem Zusammenhang die zahlreichen Investitionen der Pforzheimer Unternehmen. Das zeige, dass der Wirtschaftsstandort Pforzheim Vertrauen genieße. Von großer Bedeutung seien für verschiedenste Projekte, wie etwa den neugestalteten Pfälzer Platz, auch die Fördergelder aus Berlin und Stuttgart. „Diese Mittel sind extrem wichtig für uns“, betonte Boch und bedankte sich in diesem Zusammenhang herzlich bei den Abgeordneten des Bundes- und Landtags für ihr Engagement rund um die Goldstadt. Gleichzeitig appellierte er an die Politik, die Kommunen weiter zu stärken. „Hier vor Ort sehen die Bürgerinnen und Bürger unmittelbar, ob der Staat funktioniert oder nicht“, so Boch. Einen weiteren Schwerpunkt der Rede des Rathauschefs bildete die Bedeutung von Sport, Ehrenamt und Freizeitangeboten. Boch würdigte das Engagement der Vereine und Ehrenamtlichen und verwies zudem auf die Erhöhung der Fördermittel für den Sportkreis sowie den Bau der neuen Skateanlage im Enzauenpark.

Beim Blick auf das Thema Sicherheit erinnerte der Oberbürgermeister die Gäste im CCP daran, dass Pforzheim die zweitsicherste Großstadt in Baden-Württemberg sei. Darauf ruhe man sich aber nicht aus, sondern investiere weiter, unter anderem in den Ausbau des Kommunalen Ordnungsdienstes, den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz sowie in die Videoüberwachung im öffentlichen Raum. Letztere soll in Form eines Pilotprojekts geschehen. Dabei habe sich die Stadt beim Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt beworben, damit in Zukunft am Leopoldplatz eine datenschutzkonforme KI-Überwachung installiert werden könne. Der Neubau des Führungs- und Lagezentrums der Polizei, ein neues Katastrophenschutzlager und der Ausbau des Sirenennetzwerks seien ebenfalls wichtige Bausteine für den Ausbau der Sicherheit.

Mit Blick auf die weitere Zukunft kündigte Boch zwei Vorhaben an: die Bewerbung für eine Landesgartenschau ab 2038 unter dem Motto „Gold trifft Grün“ sowie das Engagement für die Gründung einer zehnten Landesuniversität in Pforzheim. Für beide Projekte rief er die Bürgerinnen und Bürger zur aktiven Beteiligung auf. Ein Unterstützerkreis für eine Landesuniversität in der Goldstadt wurde bereits unmittelbar vor dem Neujahrsempfang gegründet. Zum Abschluss seiner Rede rief Boch zudem dazu auf, gemeinsam an der Zukunft Pforzheims zu arbeiten: „Lassen Sie uns an Pforzheim glauben. Ich tu`s“.

Verleihung der Bürgermedaille an Daniela Vogel

Im Rahmen des Neujahrsempfangs hat Oberbürgermeister Boch zudem Daniela Vogel mit der Bürgermedaille der Stadt Pforzheim für ihre großen Verdienste um das Gemeinwohl der Stadt ausgezeichnet. Sie erhielt die Auszeichnung für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement bei der Verkehrswacht Pforzheim und Enzkreis e. V., insbesondere für ihre prägende Arbeit als Vorsitzende und ihren maßgeblichen Einsatz beim Neubau und der Weiterentwicklung der Jugendverkehrsschule sowie für die Förderung der Verkehrssicherheit von Kindern und Jugendlichen. „Dank ihrem Einsatz ist die Jugendverkehrsschule heute ein modernes Zentrum der Verkehrserziehung, wo Kinder ihre Radfahrprüfung ablegen und sich auf die Teilnahme im Straßenverkehr vorbereiten können“, betonte Boch. Die Kinder würden hier nicht nur das Fahren, sondern auch Sicherheit, Selbstvertrauen und einen verantwortungsbewussten Umgang miteinander lernen.

Vogel wirkt auch weit über dieses Projekt hinaus: Sie organisiert Vorstandssitzungen und Jahreshauptversammlungen, bereitet Pressekonferenzen vor und entwickelt fortlaufend neue Ideen, um insbesondere Kinder sichtbar und sicher durch den Straßenverkehr zu bringen. Wann immer ihre beruflichen Verpflichtungen es zulassen, ist sie selbst vor Ort und begleitet Verkehrssicherheitstage an Schulen, Trainings für Pedelec-Fahrende, Motorradaktionen oder Präventionsprojekte. „Die Verkehrswacht Pforzheim und Enzkreis zählt heute zu den aktivsten im Land – ein Erfolg, der ohne ihren Einsatz kaum denkbar wäre“ betonte Boch in seiner Laudatio. Vogels ehrenamtliches Engagement sei außergewöhnlich in seiner Dauer, in seiner Intensität und in seiner Wirkung, so der Rathauschef weiter.

Den Abend begleitete das Südwestdeutsche Kammerorchester mit klassischen Werken. Das Orchester feiert in der aktuellen Saison sein 75-jähriges Bestehen. Moderiert wurde der Neujahrsempfang von Denise Schneider, die charmant durch das Programm führte. Nach dem offiziellen Teil des Abends hatten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, sich im Foyer bei Fingerfood und Getränken auszutauschen. Außerdem konnten sich Interessierte an verschiedenen Ständen über die Arbeit der Verkehrswacht Pforzheim und Enzkreis, des Amts für Umweltschutz und der Abteilung Smart City erkundigen. Am Stand des Eigenbetriebs Pforzheimer Verkehrs- und Bäderbetriebe (EPVB) hatten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, ein Modell des neuen Panoramabades auf dem Wartberg zu bestaunen. Ein Stand informierte zudem über die im Vorfeld angekündigte Unterstützung einer möglichen Landesuniversität in Pforzheim. Der Geschäftsbereich Internationales und Engagement informierte über die Landesehrenamtskarte. Auch über das Projekt „Schlossberghöfe“ konnten sich die Gäste vor Ort ein Bild machen. An weiteren Ständen informierten das Theater Pforzheim, das Kulturhaus Osterfeld, die Tourist-Information, die Hochschule Pforzheim und der Zonta Club über ihre Arbeit.