Im Rahmen eines Vor-Ort-Termins haben Vertreterinnen und Vertreter der Stadtbau GmbH, der Stadt Pforzheim sowie der Projektentwicklungsfirma Newco über den weiteren Zeitrahmen und die nächsten Schritte beim geplanten Neubau des Sozialrathauses mit Supermarkt informiert. Im Mittelpunkt standen dabei die aktuell eingesetzte Abrisstechnik, umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen, die nachhaltige Sortierung und Wiederverwertung von Rohstoffen, die Verkehrsführung während der Bauarbeiten sowie der aktuelle Bauzeitenplan. Vorgestellt wurden die einzelnen Themen von Stadtbau-Geschäftsführerin Barbara Früh, Baubürgermeister Tobias Volle sowie den Newco-Projektkoordinatoren Thomas Männel und Sandra Bader.
Moderne Abrisstechnik mit Fokus auf Lärm- und Staubreduzierung
Für den Rückbau des Bestandsgebäudes kommen moderne, leistungsfähige und zugleich möglichst vibrationsarme Spezialmaschinen zum Einsatz, darunter mehrere Groß- und Longfrontbagger. Nach der bereits weitgehend abgeschlossenen Innenentkernung folgt der schrittweise Abbau der Außenstruktur. Um die Belastungen für Anwohnerinnen und Anwohner so gering wie möglich zu halten, werden gezielte Maßnahmen zur Lärm- und Staubreduzierung umgesetzt, unter anderem mit Abbruchvorhängen, Wasserdüsen direkt an den Geräten sowie zusätzlichen Wasserkanonen.
Umfassende Sicherheitsmaßnahmen auf und rund um die Baustelle
Großen Stellenwert hat die Sicherheit auf und rund um die Baustelle. Das Areal ist vollständig eingezäunt und überwacht, der öffentliche Raum wird durch Schutznetze, gesicherte Gehwege, Fußgängertunnel und eine klare Beschilderung abgesichert. Ergänzend sorgen geschultes Personal, Einweiser und Sicherheitsdienste für einen reibungslosen Ablauf. Auch für die Beschäftigten gelten strenge Arbeitsschutzvorgaben und abgestimmte Notfallpläne.
Nachhaltige Rohstoffsortierung nach dem Prinzip „Cradle to Cradle“
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der nachhaltigen Rohstoffsortierung nach dem Prinzip „Cradle to Cradle“. Beton, Stahl, Holz, Glas und weitere Materialien werden getrennt erfasst und – soweit möglich – wiederverwertet. Angestrebt wird eine Recycling- und Wiederverwendungsquote von rund 75 Prozent. So wird beispielsweise Beton vor Ort aufbereitet und zur Verfüllung genutzt, während Stahl und Holz dem Recycling zugeführt werden. Ziel ist es, CO₂-Emissionen zu reduzieren, wertvolle Ressourcen zu erhalten und Transportwege möglichst kurz zu halten.
Abgestimmte Verkehrsführung während der Bauarbeiten und Bauzeitenplan
Auch die Verkehrsführung während der Bauarbeiten ist eng mit den zuständigen Stellen abgestimmt. Temporäre Sperrungen und Umleitungen sichern den Auto- und Lieferverkehr, während für Fußgängerinnen, Fußgänger sowie Radfahrende sichere Übergänge und Ersatzwege eingerichtet werden. Alle Maßnahmen werden über Beschilderungen und digitale Informationssysteme kommuniziert und bei Bedarf angepasst. Grundlage ist ein verkehrsrechtlich angeordnetes Gesamtkonzept, das in Abstimmung mit Polizei, Feuerwehr, ÖPNV und weiteren Beteiligten für alle Bauphasen fortgeschrieben wird.
Der aktuelle Bauzeitenplan sieht vor, dass die Innenentkernung voraussichtlich Mitte bis Ende März 2026 abgeschlossen ist. Der konstruktive Rückbau der Außenstruktur beginnt im Anschluss ab März beziehungsweise April 2026 und verläuft teilweise parallel zur Entkernung. Dafür wird es zu temporären Änderungen in der Verkehrsführung kommen. Von Osten kommend wird vor der Einmündung zur Lammstraße die Busspur gesperrt, damit die Baustellenfahrzeuge ausreichend Platz zum Navigieren haben. Die Linksabbiegespur zum Sedanplatz wird zur reinen Geradeausspur umgewandelt. Der Start des Neubaus ist derzeit für das dritte Quartal 2026 vorgesehen. Ergänzend informiert eine eigens eingerichtete Projektwebseite regelmäßig über den Fortschritt der Arbeiten; dort ist auch eine Webcam mit Blick auf das Bauareal abrufbar.
www.sozialrathaus-pforzheim.de


